Tannenbaum-Verkäufers Lieblingswitz

In den allerallermeisten Haushalten steht jetzt das Weihnachtstännchen, von klein bis groß, von mager bis edel, von dezent bis üppig, von gedeckten Tönen bis knallbunt. Und wenn auch die bekennenden Kurz-vor-Toreschluss-Tannenbaum-Käufer am Heiligabend gegen 19 Uhr fix und fertig sind, dann haben – alle Jahre wieder – sieben von zehn Familien nach altem Brauch die Stube stimmungsvollst geschmückt. Das sind gewaltige 28 Millionen!

Das heißt: so alt ist dieser Brauch eigentlich gar nicht. Keine 500 Jahre! Immerhin erst 1500 Jahre nach der Geburt des kleinen Jesuskinds wird von geschmückten Bäumen zur Weihnachtszeit berichtet. Und zunächst sah die Kirche diese „heidnischen“ Umtriebe gar nicht gern.

Und erst vor 200 Jahren wurde aus diesem Luxus für reiche Leute langsam ein fester Bestandteil des Weihnachtsfestes für alle Menschen im Lande. Die stets mit großem Gewinn lesbare Wochenzeitung DIE ZEIT hat in der letzten Ausgabe noch einige andere lustige Zahlen rund um den Tannenbaum ermittelt:

Wussten Sie, wie viele Nadeln eine Fichte von 1,80 m Größe hat? – Etwa 365.000! Die meisten deutschen Tannenbäume wachsen übrigens bei uns in Nordrhein-Westfalen. Niedersachsen und Bayern folgen mit weitem Abstand. Aber das reicht nicht. Letztes Jahr musste jeder 10. deutsche Christbaum eingeführt werden. Die meisten davon stammten aus Dänemark.

Die Nordmanntanne ist mit Abstand die beliebteste. Drei von vier Bäumen sind Nordmänner. Die edle Blaufichte kommt auf schlappe 15 Prozent. Und die normale Fichte? – Ach, vergessen Sie‘s. Die wird eher im Wald geklaut statt gekauft. Immerhin eine halbe Million, jedes Jahr. Dafür haben die Langfinger wenig Freude an ihrem Krimi-Tännchen – weil die Fichte in warmen Räumen nach wenigen Tagen schon aussieht wie rasiert.

Das hört sich alles niedlicher an, als es ist. Der schöne Brauch des Christbaums bietet satten 100.000 Menschen einen sicheren Arbeitsplatz – beim Anbau und der Aufzucht der Bäumchen. Und noch mal 50.000 Menschen finden im Dezember einen Job als Weihnachtbaum-Verkäufer.

Damit kommen wir endlich zum beliebtesten Tannenbaum-Verkäufer-Witz des Jahres 2011: Kommt eine betuchte Dame im Pelzmantel zum Tannenbaumverkäufer und sagt: „Ich möchte nicht so viel ausgeben. Können Sie mir einen Tannenbaum für vier Euro schlagen?“ – Antwortet der Tannenbaumverkäufer: „Nö, das ist unmöglich, gnädige Frau. Den einzigen Baum, den ich Ihnen für vier Euro schlagen könnte, wäre ein Purzelbaum!“

Fröhliche, friedliche Weihnacht wünscht
QuENgelbert