Wie auf (Kot-)Flügeln

Das Verbrechen ist immer und überall. Auch im Autoverleih treiben die Tunichtgute ihr Unwesen. Und damit sind nicht nur fahrlässige Anbieter, sondern auch manche Mieter selbst gemeint.
Nicht die Durchschnittskarren, wohl aber angemietete Luxusschlitten verleihen offenbar manch einer Knalltüte regelrecht Flügel und lassen hinterm Steuer sämtliche Hemmungen fallen.

Ein zunächst ganz unauffälliger Kunde lenkte seine gerade gemietete Karosse direkt zur Autowerkstatt. Er wollte die Rücksitze ausbauen lassen, damit er Platz hat, um nachts hinten bequem auf einer Luftmatratze zu pennen.

Als die Werkstatt sich weigerte, brachte der Edel-Camper das gute Leihstück zurück zum Autovermieter und zeterte mächtig.

In einem anderen Fall hat die Polizei gestaunt: Mitarbeiter einer Autovermietung hatten auf einem Werkstattgelände eins ihrer Fahrzeuge erkannt, dem Türen und einige andere Teile abmontiert worden waren. Daneben stand ein haargenau gleiches Fahrzeug, dem genau diese Teile aber fehlten. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Oder war‘s doch Zufall, reiner Zufall?

In Russland hat alles größere Dimensionen: An einer Moskauer Geheimdienst-Akademie wollten junge Absolventen sich feiern. Für das richtige James-Bond-Feeling ließen sie etliche Rubelchen springen und mieteten dicke schwarze Benze der G-Klasse für einen Autokorso. Dabei kam es – irgendwie – zu diversen massiven Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung. Das alles haben die jungen Herren aber auch noch selbst vom Profi filmen lassen und anschließend ins Internet gestellt. Hossa!

Der junge Mann, der dieser Tage völlig Marihuana-bekifft am Dortmunder Bahnhof mit einem Schlagring den starken Max machte, hatte zwar keinen Mietwagen dabei, aber wie er den Beamten angab „einen reichen Papa und einen Rechtsanwalt“, die das alles für ihn regeln werden. Der war wohl auch irgendwie beflügelt.

Schönen Sonntag.