Wills' Weltordnung

Angenommen, man setzt Sie unter Drogen, verbindet Ihnen die Augen und wirft Sie mitsamt Fallschirm über irgendeinem x-beliebigen Land ab – was ja im Grunde wirklich jeder Zeit möglich ist -, erkennen Sie dann schon allein am Geruch des Mutterbodens, dass Sie sich (sagen wir mal) in Belgien befinden? – Nein?

Dann brauchen Sie unbedingt „Wills‘ Weltordnung“. Dieses geradezu unverzichtbare Buch in Zeiten der Unsicherheit und des Chaos schafft die Ordnung, die mensch braucht, um an jedem Flecken des Erdballs zu überleben. Es enthält alle Länder der Welt und bietet auf nur jeweils einer einzigen Seite alles, was man über eine Nation wirklich wissen muss: Die komplette (und absolut wahre) Geschichte, die überteuerten Sehenswürdigkeiten, zweifelhafte Errungenschaften und bedeutende sprachliche Eigenheiten – wie etwa die Anzahl verschiedener Wörter für „Schnurrbart“ in Albanien.

Wills‘ Weltordnung macht Schluss mit dem globalen Durcheinander und bietet das erste eindeutige Qualitätsranking aller Länder der Erde. Vom besten Inselstaat bis zur miesesten Ex-Achsenmacht, vom Land mit dem größten Fjord bis zum Volk mit der absurdesten Nationalflagge (Swasiland) kriegt hier jeder sein Fett weg.

Dixe Wills – Journalist und lange Zeit Menschenrechtsaktivist in Lateinamerika – hat in seiner neuen Weltordnung ungemein komisch, absolut wahr und völlig absurd einen einzigartigen Weltführer verfasst, ein echtes Muss für alle Weltreisenden, die lieber zu Hause bleiben. Dabei unterscheidet er fein zwischen Staaten, die ihren Laden in Ordnung halten, und denen, die einfach nichts auf die Reihe kriegen. Er lässt nichts aus: Landesname laut Führerschein, bewahrenswerte Sitten, Flaggenkunde, die Landes-Währung, überragende Leistungen, „Made in“, Motto, traurige Wahrheiten und populäre Irrtümer – alles zählt er auf und würzt das Ganze mit einer Prise eigenem „Angeberwissen“.

Nur hier lernen Sie den Wahlspruch von Lesotho „Frieden, Regen, Wohlstand“. Nur hier können Sie endlich die Nationalhymne von Vanuatu mitsingen: „Yumi, Yumi, Yumi“. Und hier lernen Sie die freundlichen Portugiesen endlich mal von ihrer dunklen Seite kennen: „Zur Waffe, zur Waffe, zu Land und zu Wasser“ heißt es in deren Nationalhymne.

Und wo sonst hätten Sie erfahren, dass ausgerechnet die steifen Briten unglaubliche 217 Ausdrücke für „sich betrinken“ auf Lager haben?

Ganze fünf Euro kostet Wills‘ Weltordnung ab sofort bei Ihrem wochenkurier.

Einen wohlgeordneten Sonntag Ihnen allen!