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Alle Artikel zum Thema: Nationalsozialismus

Hagens jüdische Ärzte

Tatort Hagen: Zwischen 1933 und 1944 kam es zu Boykottmaßnahmen und Plünderungen, zu Drangsalierung, Diskriminierung, Vertreibung, Deportierung und schließlich zur Ermordung der jüdischen Bürger auch an der Volme. Dieses höchst widerwärtige Kapitel der heimischen Geschichte steht jetzt im Mittelpunkt eines neuen Buches, das von dem weithin bekannten Hagener Arzt Dr. Reinhold Busch verfasst worden ist.

Gegen das Vergessen

„Es ist ein kleiner Versuch, den Menschen ihre Würde wiederzugeben. Vor allem aber wollen wir zeigen, dass faschistisches Gedankengut in unserer Gesellschaft keinen Platz hat und daran erinnern, was passiert, wenn man nichts gegen das Aufkommen solchen Ungeistes tut.“ Mit diesen deutlichen Worten leitete Pfarrer Martin Bach, Vorstand der Fliedner-Stiftung, die Vorstellung einer Gedenktafel an der Klinik in Gevelsberg ein.

Hagener in Waffen-SS

„Die Soldaten der Waffen-SS“: Über dieses brisante Thema spricht Dr. Jan Erik Schulte am Mittwoch, 24. Juni, im großen Hörsaal des Kunstquartiers Hagen. Die Waffen-SS war ein militärischer Verband, der zu Beginn des Zweiten Weltkriegs aus der SS-Verfügungstruppe gebildet wurde. Bis heute ist die Waffen-SS von unterschiedlichen Legenden und Deutungen umgeben. In rechtsextremen Kreisen werden die Waffen-SS und ihre Führungskräfte als Helden einer militärischen Elite glorifiziert. Die aktive Beteiligung an Kriegsverbrechen, die personelle Einbeziehung in das System der Konzentrationslager und die rücksichtslose, menschenverachtende Kampfführung unterschied die Waffen-SS deutlich von der Wehrmacht. Dennoch sahen sich die SS-Veteranen nach dem Zweiten Weltkrieg als „Soldaten wie andere auch“.

Stolperstein für Emmy

Am 30. September verlegte der Künstler Gunter Demnig im Rahmen der Aktion „Stolpersteine“ vor dem Haus Schillerstraße 14 in der Bremer Innenstadt fünf Steine mit Messingplatten, die an die jüdischen Bewohner des Hauses erinnern: an Walter Stempel, seine Mutter Sali, seine Schwester Zerline, an seine Ehefrau Emmy, geb. Röttgen und deren Tochter Anneliese. Emmy Stempel war eine gebürtige Sprockhövelerin. Sie hat sich große Verdienste um die jüdischen Auswanderer aus Deutschland erworben, die mit ihrer Hilfe vor der drohenden Vernichtung durch die nationalsozialistische Gewaltherrschaft flüchten konnten.

Gestapo neben „Judenhaus“

„Hier im Obergeschoss residierte die Gestapo“, ging der Heimathistoriker Klaus Peter Schmitz auf die Geschichte seines Hauses an der Bahnhofstraße 39 in Schwelm ein: „Das Nebenhaus war von Juden bewohnt, die mit täglichen Überfällen der Geheimen Staatspolizei zu rechnen hatten.“ Über diese und ähnliche Vorfälle hat der ehemalige Elektromeister, der emsig in der Geschichte seiner Heimatstadt Schwelm forscht, ein Buch mit dem Titel „Die Zeit des Nationalsozialismus in Schwelm“ geschrieben.

Der Staat als Mörder und Brandstifter

„Ach wie weit sind wir gekommen. Und wie weit werden wir noch kommen? Der Herr erbarme sich unser.“ - Das schreibt Pfarrer Hermann Klugkist Hesse am Donnerstag, 10. November 1938, in Wuppertal-Elberfeld in sein Tagebuch. Die Nacht zuvor mit all ihrem Grauen, mit der der Vernichtungsfeldzug gegen die Juden begann, ist als „Reichspogromnacht“ in die Geschichte eingegangen. Der Tag jährt sich heute zum 75. Mal.

Gedenken an das Novemberpogrom 1938 in Hagen

Anlässlich der Pogromnacht vor 75 Jahren wird es auch in diesem Jahr zum Auftakt der Gedenkveranstaltung einen Schweigemarsch geben. Dieser beginnt am Samstag, 9. November 2013, um 18 Uhr an der Synagoge in der Potthofstraße. Nach einer Gedenkminute geht es von dort zum Kunstquartier, wo gegen 18.15 Uhr im Hörsaal die eigentliche Veranstaltung stattfinden wird.

„Aus verrückter Zeit“

„Aus verrückter Zeit - Meine Schuljahre 1939 bis 1953“, so nennt Ernst Alberts sein jetzt im Selbstverlag erschienenes Buch, das der wochenkurier den Leserinnen und Lesern bereits in elf Folgen vorgestellt hat.

Die Flut erreicht die Stadt

Von Fritz-Günter Held Schwerte. Es war der 17. Mai 1943, als britische Bomben auf den Staudamm des Möhnesees fielen und weite Teile des Ruhrtals verwüsteten....

Tödliche Flutwelle

Von Fritz-Günter Held Schwerte. Es war ein Tag, der die Schrecken des Krieges von den Schlachtfeldern direkt zu uns in die Heimat katapultiert hatte: Es...

Als das Ruhrtal versank

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Zurück in der Schule

Hemer. (clau) Seit zehn Wochen veröffentlicht der wochenkurier auszugsweise die Erinnerungen des Hemeraners Ernst Alberts. Der heute 80-Jährige wuchs als zweiter Sohn des Müllers...
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