Absurdistan

Es ist Montagmorgen. Ein Hilferuf am Redaktionstelefon: „Scheiß-Winterzeit. Ich habe am Sonntag alle meine Uhren umgestellt. Nur, wie stelle ich die Gasuhr und die Wasseruhr zurück?“

Ähnlich Banane sind die Absonderungen mancher Politiker. „Die Linke“ hat auf ihrem großen Kongress vor einer Woche beschlossen, im Falle einer Regierungsübernahme die Arbeitszeit im öffentlichen Dienst auf 30 Stunden zu senken – bei vollem Lohnausgleich.

In Deutschland arbeiten etwa 4,5 Millionen Menschen im öffentlichen Dienst. Die Palette reicht vom amtlichen Kartoffeltester in Detmold über die Bundeskanzlerin bis hin zum Mitarbeiter in der Hagener Kompostierungsanlage. Tilo unterstellt mal, dass diese vielen Beamten und Angestellten auch tatsächlich benötigt werden. Die meisten von ihnen arbeiten rund 40 Stunden. Senkt man nun die Arbeitszeit um ein Viertel ab – so, wie es sich die Linke vorstellt – bräuchte man über eine Million neue Beamte und Angestellte.

Das kostet an Gehältern und Lohnnebenkosten über vier Milliarden Euro pro Monat, rund 50 Milliarden im Jahr.

Allein in Hagen bräuchten wir etwa 500 neue Arbeitskräfte im Rathaus. Kosten: rund 25 Millionen Euro im Jahr.

Natürlich sagt uns die Linke nicht, wer das bezahlen soll. Genauso wenig verrät sie uns, woher die Leute für die neuen Pöstchen kommen sollen. Die deutsche Bevölkerung wird in den nächsten Jahren arg schrumpfen. In wenigen Jahren werden wir über zehn Millionen weniger sein.

Tilo hätte eine Idee: in Griechenland wohnen rund elf Millionen Hellenen. Wenn wir die alle in den nächsten ein, zwei Jahren nach Deutschland holen, hätten wir unsere Bevölkerungs- und Beamten-Lücke ratzfatz gestopft – und unsere Finanzhilfen an Griechenland könnten wegfallen. Dann haben wir auch genügend Geld für die neuen Beamten.

Ein knalldämlicher Vorschlag? Stimmt! Aber es wäre doch nur die brunzdumme Lösung für eine absurde Idee der Linken…

Tilo