Gut so!

Rechtspopulisten verkünden vor Wahlen ja immer gern, dass sie auf die „Stimme des Volkes“ hören würden. Ob es auch die Stimme des Volkes war, die die rechte FPÖ in dieser Woche dazu brachte, das geplante generelle Rauchverbot in Österreichs Restaurants und Kneipen zu kippen?

Damit ist Österreich eines der letzten Länder in Europa, in dem in Gastronomiebetrieben gepafft werden kann, was die geteerte Lunge hergibt. Ein von fast 550.000 Bürgern unterschriebenes Volksbegehren, es beim Verbot zu belassen, war jedenfalls wohl nicht „Stimme“ genug.

Oh ja, die Raucher. Unlängst traf Tilo einen alten „Kumpel“ und dessen Ehefrau. Sofort war klar, dass bei den beiden der Haussegen mächtig schief hing. Den Grund verriet der „alte Kumpel“ – ein Nichtraucher – sofort und höchst amüsiert. Seine Frau – eine starke Raucherin – war unlängst arbeitslos geworden. Daraufhin hatte der Mann seine Herzallerliebste gebeten, den „Ausgaben-Gürtel“ etwas enger zu schnallen und das im Monat locker 150 Euro verschlingende Rauchen drastisch zu reduzieren. Doch die Dame pfiff darauf – und bekam es mit einer unerwarteten Reaktion ihres Mannes zu tun: Er steckte beim Frühstück mit den Worten „Wenn du jeden Tag fünf Euro verbrennst, kann ich das auch“ einen entsprechenden Geldschein in Brand und ließ ihn genüsslich verkokeln. Was seine Frau verständlicherweise gar nicht witzig fand.

Bleiben wir noch ein bisschen bei den Rauchern: Über der Verdi-Warnstreik-Demo am Mittwoch auf dem Hagener Friedrich-Ebert-Platz hing gigantische Dunstwolke. Schnell wurde klar: die „Glocke“ war durch Hunderte von Zigaretten entstanden, die im Verlauf der Kundgebung gequalmt wurden.

Junge, Junge, da konnte man als Nichtraucher nur schnell das Weite suchen. Der Osterhase ist vermutlich auch ein Nichtraucher – gut, dass er erst am Sonntag kommt und nicht schon am Mittwoch in Hagens City unterwegs war. Er läge sonst vermutlich mit einer Nikotinvergiftung im Krankenhaus.

Noch einmal zurück nach Österreich: bei immerhin einer „Raucher-Sache“ ist uns das Alpenland doch ein Stück voraus – das Gepaffe im Auto ist von nun an verboten, wenn Minderjährige dabei sind.

Gut so!

Tilo