Hilfe!

Gottlob, die Herbstferien sind nah. Dann wird hoffentlich die Flut der Mails, die tagtäglich in die Redaktion schwappt, wieder etwas kleiner. Nicht ganz unschuldig an diesem aktuellen Info-Tsunami sind die hiesigen Schulen, Kindergärten und Familienzentren. Sie überbieten sich gegenseitig mit Einladungen und Meldungen zu Vorträgen, Kinderkleidungströdelmärkten, Herbstbasaren und „Tagen der Offenen Tür“.

Manchmal kommen aus einem einzigen Kindergarten gleichlautende Beiträge gleich im „Dutzend billiger“ – x-fach verschickt von Erzieherinnen und Eltern. Und damit nicht genug. Manche rufen auch noch an und fragen, ob ihre Mails auch tatsächlich angekommen sind und ihre Veranstaltungen auf jeden Fall angekündigt werden.

Tilo kann die Not der Lehrer und Erzieherinnen ja verstehen. Die Zahl der Kinder nimmt ab – da muss um jede Anmeldung gekämpft werden. Hinzu kommt die Finanznot der Träger. Und so sucht man sein Heil in allerlei Festlichkeiten. Es gibt Tage, da hat man gleichzeitig in zwölf, fünfzehn, zwanzig Kigas und Grundschulen „Schnuppertage“, „Herbstbasare“, „Kleidermärkte“ oder dergleichen mehr. GLEICHZEITIG! Tilo fragt sich, wo denn eigentlich die vielen, vielen Eltern sind, die das besuchen sollen?

Lustig wird‘s auch, wenn ein „Tag der Offenen Tür“ ansteht. Selten – vor allem in städtischen oder kirchlichen Einrichtungen – dauert dieser „Tag“ länger als anderthalb bis zwei Stunden. In privaten Einrichtungen können es schon mal drei Stunden werden – gibt es da mehr zu sehen oder klemmt die Tür?

Sei‘s drum. Den Vogel abgeschossen hat in diesem Jahr die Spielbrinkschule. Sie mailte am 16. September: „Die Spielbrinkschule, Büddingstr.49, lädt am Mittwoch, den 16. Oktober 2013 ein, zu einem Tag der offenen Tür für die nächsten Einschulungskinder.“

Das hat der wk auch brav veröffentlicht. Am Montag kam eine neue Mail: „Die Grundschule Spielbrink bietet keinen Schnuppertag für Lernanfänger an, wie in der letzten Ausgabe des Wochenkuriers falsch veröffentlicht. Ich bitte um Richtigstellung in der nächsten Ausgabe.“

Hilfe! Datt hälst du doch im Kopp nich aus…