Kauf-Tipp

Der Parkdruck in Hagen ist mittlerweile immens. Rund 190.000 Einwohner besitzen mittlerweile etwa 120.000 Fahrzeuge. Das hat zur Folge, dass es in manchen Stadtteilen eigentlich viel zu wenige Parkplätze gibt. Rund um die Innenstadt – etwa im Drerup-Viertel, am Remberg oder in Wehringhausen – ist tagsüber kaum ein freies Plätzchen zu ergattern. Noch erheblich schlimmer ist es überall dort, wo obendrein größere öffentliche Einrichtungen existieren, zum Beispiel Krankenhäuser oder Schulen.

Verschärft wird der Parkdruck auch noch dadurch, dass unsere Autos immer länger und breiter werden. Wenn man dann mit seinem „dicken Schlitten“ ein Verwarnungsgeld aufgedrückt bekommt, fühlt man sich schnell von der Stadt Hagen falsch behandelt, wie etwa Willi und Lotte (Namen von Tilo geändert). Die beiden stehen seit Monaten mit dem Straßenverkehrsamt auf Kriegsfuß, weil sie sich von der Behörde regelrecht verfolgt fühlen. Besonders an „Müllwagen-Tagen“ haben sie in der Vergangenheit bereits reichlich „Knöllchen“ kassiert. „Unsere Nachbarn parken auch oft falsch, aber denen geschieht nichts“, klagen Willi und Lotte.

Tilos Ortsbesichtigung schafft schnell Klarheit. In der engen Straße, in der die Hasper wohnen, stehen hauptsächlich kleinere, schmalere Wagen. Das Fahrzeug des Paares – ein sehr breiter SUV – ragt hingegen deutlich in den Straßenraum hinein. Das macht größeren Fahrzeugen, die hier hindurch fahren müssen (Müllautos, Krankenwagen etc.), das Passieren schier unmöglich.

Nun sollte jeder von seiner Führerscheinprüfung her wissen, dass man sich auf den Straßen so zu verhalten hat, „dass andere nicht mehr behindert werden, als nach den Umständen unvermeidbar“. Aber wenn’s ums persönliche Parken vor der Haustür geht, verblassen schnell alle Erinnerungen an die Prüfungszeit. So wie bei Ottilie. Sie fühlt sich ebenfalls von der Stadt „knöllchenmäßig“ verfolgt. Sie parkt daheim immer in einer Straße, in der es deutlich sichtbare Markierungen gibt. Nur: an diese Parkplatz-Markierungen hält sie sich nie – weil auch ihr Fahrzeug viel zu groß ist. Entweder Ottilies Auto ragt in den Straßenraum hinein oder sie parkt den schmalen Bürgersteig völlig zu. Beides ist jedoch verboten. Da darf sie sich über ihre Masse an Knöllchen nicht wundern.

Tilos Tipp: Beim Autokauf rechtzeitig an die Fahrzeugbreite denken, wenn man in einer ziemlich engen Straße wohnt. Dann gibt’s auch weniger Knöllchen.

Tilo