Oma war die Rettung

Eine üble Magen-Darm-Grippe mit Erbrechen und Durchfällen plagte den 10-jährigen Sohn einer Familie aus Hagen. Pech nur, dass der Junge nicht zu Hause erkrankte, sondern in einem Zeltlager in Mecklenburg-Vorpommern.

Während die Mama vor Sorge fast ausrastete, behielt Vater einen kühlen Kopf. Nach Rücksprache mit den Leitern des Jugendcamps beschloss er: der Junge kommt nach Hause.

Aber wie? Die Familienkutsche war kaputt – Auspuff und Bremsen.

Vater wusste sich zu helfen: als ADAC-Mitglied konnte er ganz preiswert ein Auto mieten. 80 Euro – und der Weg für die Rückholung des Sohnes wäre frei gewesen.

Doch vorher kam die Personalausweiskontrolle. Der Pass des Vaters war vor drei Jahren abgelaufen und der Ausweis der Mutter hatte schon vier Jahre keine Gültigkeit mehr. Ohne gültige Papiere gab es kein Mietauto, auch nicht vom Gelben Engel.

Glücklicherweise gab es noch die Oma, die ihren kranken Enkel auch schnell zu Hause gehabt hätte. Die über 80-Jährige hatte einen Führerschein und einen gültigen Personalausweis.

Wenig später konnte man die alte Dame dann am Steuer des Mietwagens sehen …

Wer die 500 Kilometer dann tatsächlich gefahren ist, soll an dieser Stelle nicht verraten werden.

Tilo