Tilo: Klimapilger

Oh je, die arme AfD. Jetzt werden besonders braune Teile – und davon gibt es reichlich – künftig vielleicht vom Verfassungsschutz unter die Lupe genommen, Das fordert unter anderem NRW-Innenminister Reul (CDU). Auch ansonsten kann einem die AfD leid tun, waren doch bei ihrer großen Chemnitz-Demo nur gut 5000 Menschen. Beim Anti-Rassismus-Festival am Montag waren hingegen in Chemnitz 60- bis 70.000 Leute anwesend. Auch Bundestorwart Manuel Neuer fand das Festival gut – sicherlich sehr zum Leidwesen von AfD-Vordenkerin Beatrix von Storch. Sie hat die Festival-Fans als „abscheulich“ bezeichnet.

Im Dunstkreis der AfD gibt es übrigens viele Menschen, die glauben, dass der Klimawandel eher nicht menschengemacht ist. Ob sie dies nach dem längsten Sommer der deutschen Geschichte ebenfalls noch meinen?

Der Sommer 2018 hat mit seiner extremen Dürre jedenfalls Klimageschichte geschrieben und deutlich gezeigt, dass sich unser Klima fundamental verändert. Deshalb hat Tilo hier einen kleinen „Mitmach-Tipp“ parat:
„Geht doch!“ – unter diesem Motto werden sich vom 9. September bis 9. Dezember Pilger von Bonn über Berlin nach Katowice (Polen) aufmachen. Dort wird auf der 24. Weltklimakonferenz über die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens von 2015 verhandelt. Mit dem Pilgerweg für Klimagerechtigkeit wollen Christen verschiedener Konfessionen auf die Gefährdung der Schöpfung aufmerksam machen und für einen verstärkten Klimaschutz werben.

Die Klimapilger machen am 19. und 20. September – von Wuppertal kommend – auch in Hagen Station. Von hier führt der Weg nach Schwerte. Neben den Dauerpilgern, die sich für einige Wochen auf den Weg machen, können sich für einzelne Etappen auch Tagespilger der Gruppe anschließen. Zum Konzept des Pilgerweges gehören Besuche verschiedener „Kraftorte“ und „Schmerzpunkte“ entlang der Strecke. Für Hagen wurde der Kraftort „Wald“ ausgewählt.

Neben einem Halt im Stadtwald wird von den Pilgern eine Pflanzstelle im Fleyer Wald angesteuert, wo 2016 rund 80 Schülerinnen und Schüler aus Hagen 300 Bäume gepflanzt haben. Wer noch mitmachen möchte: Anmeldungen werden unter www.klimapilgern.de/anmeldung entgegengenommen.

Und noch ein Wort an die Adresse aller AfD-Klima-Skeptiker in Hagen und Umgebung: Falls Ihr hier mitpilgern wollt, Ihr werdet bestimmt nicht auf sonderlich viele Flüchtlinge stoßen. Eher auf Christen. Ach Mist, die mögt Ihr ja meist auch nicht.

Tilo