Vielen Dank

„Der Jahreswechsel 2017/ 2018 verlief für die Hagener Feuerwehr, wie erwartet, arbeitsreich. Besonders positiv: Bei keinem Einsatz wurden Rettungskräfte angegangen oder behindert“, schreibt Branddirektor Veit Lenke, der Big Boss der Hagener Blauröcke.

Dass Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte rund um den Jahreswechsel arbeitsreiche Stunden haben würden, nun, das war wohl zu erwarten. Schließlich gibt es immer mehr „Vollgestörte“, die mit illegalen Polen-Böllern, Pistolen oder selbstgebastelten „Bomben“ – und das noch unter reichlich Alkoholeinfluss – herumballern. Allein in Tilos Nachbarschaft war dergleichen noch bis tief in die Silvesternacht zu hören, häufig „angereichert“ von einem seltsamen Geknatter, das sich jedes Mal wie eine Maschinengewehrsalve anhörte. Manche Menschen haben seltsame Vorlieben…

Nein, bemerkenswert an Veit Lenkes Fazit ist der zweite Satz – darin weist er extra darauf hin, dass die Rettungskräfte nicht behindert wurden. Das sah in vielen deutschen Städten ganz anders aus – mit zahlreichen verletzten Polizisten oder Sanitätern.

Wie „durchgeknallt“ inzwischen manche Menschen sind, zeigt sich auch in der Tatsache, dass jetzt überall – auch an der Volme – spezielle Gafferwände angeschafft werden müssen, um Einsatzkräfte und Verletzte zu schützen. Und Tilo wettet, dass diese Gaffer in der Regel nicht aus Nordafrika oder Rumänien stammen.

Sei‘s drum, die Berufsfeuerwehr jedenfalls, die den Rettungsdienst der Stadt Hagen sicherstellt, wurde in der Silvesternacht von den vier Hagener Hilfsorganisationen ASB, DRK, JUH und MHD unterstützt. Sie mussten insgesamt 69 Rettungsdiensteinsätze fahren (2016/17: 88 Einsätze). Vor allem im Zeitraum von 0:00 Uhr bis 5:00 Uhr war der Rettungsdienst voll ausgelastet. Die häufigsten Einsatzgründe waren Verletzungen in Folge von reichlich Alkohol, Stürzen oder Schlägereien und natürlich unsachgemäßer Umgang mit Feuerwerkskörpern.

Die Feuerwehr Hagen führte obendrein 12 Brandschutz-Einsätze durch (Vorjahr: 14). Den Schwerpunkt bildeten abermals Brände von Papier- und Abfallcontainern, die durch den Missbrauch von Feuerwerkskörpern oder Brandstiftung in Brand gerieten. Die Berufsfeuerwehr wurde in der Zeit von 22 Uhr bis 3 Uhr von den Löschgruppen Boele-Kabel, Wehringhausen, Reh, Elsey, Altenhagen, Boelerheide, Eckesey sowie Vorhalle unterstützt.

Veit Lenke bedankt sich am Ende seines Silvesterrückblicks bei allen Einsatzkräften – Tilo schließt sich dem Dank an. Schließlich darf man nicht vergessen, dass hier auch wieder viele Ehrenamtler ihre freie Zeit geopfert haben.

Tilo