Was wird das Jahr 2018 für die Volmestadt bringen? Unser Oberbürgermeister Schulz ist jedenfalls vorsichtig optimis­tisch und überaus happy, dass Hagen erstmals „seit ewigen Zeiten“ wieder über einen ausgeglichenen Haushalt verfügen darf.

Gleichzeitig sorgt ihn der Zustand der Brücken in Hagen: „Das wird uns in der Zukunft noch vor große Herausforderungen stellen. Für eine notwendige Erneuerung der Brückenachse von Delstern bis zum Hagener Hauptbahnhof wurden in diesem Spätsommer bereits erste Überlegungen vorgestellt. Ein Mammutprojekt, das bis zur Fertigstellung mehr als zwei Jahrzehnte in Anspruch nehmen wird.“

Aber, lieber Herr Schulz, es sind ja nicht nur die Brücken auf dieser Achse bröselig. Auch die Überquerungen am Fuhrpark und am Ischelandteich oder die Eckeseyer Brücke sind marode, um nur einige weitere Beispiele zu nennen. Die Reparaturen werden viele, viele Millionen verschlingen. Und zwei Jahrzehnte Zeit werden wir nicht haben. Man stelle sich nur vor, die Eckeseyer Brücke zerbröselt in den kommenden Monaten so arg, dass kein Zug mehr darunter herfahren darf, ja dann, Prost Mahlzeit! Leider tut sich noch ein weiteres Problem auf: Es fehlen die Spezialisten, die sich der Sache möglichst fix annehmen können.

Jenseits der kaputten Brücken gibt es aber auch Erfreuliches im Hinblick auf 2018. So hat der Verbandsausschuss des Ruhrparlaments dem Erwerb der Flächen des ehemaligen Rangierbahnhofs in Hagen zugestimmt. Damit ist von Seiten des Regionalverbandes (RVR) der Weg frei, um mit der Stadt Hagen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis die Entwicklung des Freizeitbereiches Harkort-/Hengsteysee weiterzuführen. Für den Ankauf der über 200.000 m² großen Fläche investiert der RVR ca. 800.000 Euro.

Auf der Fläche des ehemaligen Rangierbahnhofes soll ein Freizeit- und Erholungsraum geschaffen werden, der die besondere Lage zwischen dem Naturschutzgebiet „Uhlenbruch“ und dem Hengsteysee herausstellt und „freizeitorientierte sowie naturschutzfachliche Belange gleichermaßen berücksichtigt“, heißt es.

Ui, da sind wir aber gespannt. Vielleicht kann man damit wenigstens einen klitzekleinen Brösel vom deutschen Touristen-Kuchen „absahnen“. Schließlich brummt der Tourismus fast überall im Land, aber die Volmestadt hinkt weiterhin hinterher.

Das zu ändern, könnte eine Vision für 2018 sein.

Tilo