Das war die Hagener Woche

Hagen. (san) Da sollten die Freibäder schon längst geschlossen sein, aber die Sommersonne mag sich glücklicherweise noch nicht verziehen. So bleiben in dieser Woche mindestens noch bis Sonntag die Bäder Hengstey und Hestert geöffnet.

Soli bleibt

Sonnenbad und kühlendes Wasser sind die direkten Freuden dieser Woche, etwas abstrakter dürfte den Hagenern dagegen eine Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs in Münster von Dienstag Freude bringen. Dort wurde nämlich die Klage von 76 Städten abgewiesen, die es als reichere Kommunen als ungerecht empfanden, für ganz klamme Städte wie Hagen mitzuzahlen. Mit dem Geld des sogenannten Kommunalsolis würden sie lieber eigene „Baustellen“ beheben. So nicht, sagte Münster, womit die Stadt Hagen weiterhin mit über 35 Millionen Euro aus dem Topf der finanzstarken Städte rechnen kann.

Standort gefährdet?

Wenig Anlass, guten Mutes zu sein, hatten die Beschäftigten der Hohenlimburger Thyssen-Krupp-Tochter Hoesch. Über 200 Stahlarbeiter reihten sich am Mittwoch ein in die 7.000 Teilnehmer starke Demonstration an der Duisburger Unternehmenszentrale von Thyssen-Krupp. Laut Betriebsrat stehen Standortschließungen wegen eines angekündigten Sparkurses an, zudem gibt es Gerüchte um Fusionen.

Friedensfest

Am Antikriegstag, 1. September, gab es auch eine Demonstration in Hagen, ausgehend von der Synagoge bis zum Friedenszeichen an der Hohenzollernstraße, wo die Teilnehmer ein buntes Fest feierten. Aufgerufen dazu unter dem Motto „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus“ hatten die Hagener Gewerkschaften zusammen mit dem Verein Hagener Friedenszeichen.