Ausgerockt? – RPL wird zum „Club One“

Gevelsberg. (lz) Es hat sich viel getan im ehemaligen „Rockpommelsland“, besser bekannt als RPL an der Kölner Straße 91-93 in Gevelsberg.
Wie der Wochenkurier bereits im November berichtete, hatten sich neue Pächter der Kultstätte angenommen, um in gemeinsamer Kooperation mit den Verpächtern und Hinterbliebenen des verstorbenen Club-Besitzers Armin Becker neuen Glanz in die alten Räumlichkeiten zu bringen. Diesem Vorhaben scheint der neue „Club One“ nun alle Ehre zu machen. Als alleiniger Pächter startet Robin Kolb am 4. Februar sein erstes großes Projekt als Clubbesitzer. Ins Boot geholt hat er sich außerdem einen guten Freund. Robin Kolb und Nick Kieselbach wollen den ehemals staubigen Schuppen, der sich seit den Renovierungsarbeiten im November zu einem extravaganten, modernen Club entwickelt hat, nun rocken.
Alte und neue Fans
Apropros Rock: Wie sieht es denn aus mit den eingeschworenen Fans des ehemaligen Rockpommellandes? „Wir laden jeden ein, entweder zum Tanzen oder auch für einen Cocktailabend ins One zu kommen. Da ist für jede Altersklasse was dabei“, erklärt Robin. „Für die eher rockigen Besucher überlegen wir, so etwas wie einen Rocker-Themenabend zu veranstalten“, fügt er an.
Und wieso der neue Name? „Alle, die hier mitgeholfen haben, wissen um die Vergangenheit dieser Location. Dennoch wollte ich hier etwas neues beginnen. ‚Club One‘ klingt einfach, griffig, ist leicht zu merken und setzt quasi alles nochmal auf Anfang.“
Interieur
Und was ist dennoch vom alten RPL übrig geblieben? „Nun, das Design ist natürlich komplett überholt worden. Der Club sollte vor allem hell werden, um besser mit verschiedenen Lichteffekten arbeiten zu können“, so Robin. Gesteuert wird das alles vom DJ-Pult, das seitlich der Theke gleichzeitig Mittelpunkt und Raumteiler des Clubs ist. Auf der einen Seite Sofas zum gemütlicheren Cocktailtrinken und weiter hinten der Tanzbereich mit jeweils vier Stehtischen, sowie eine weitere Lounge, die allerdings vorwiegend als Bühne für Live-Konzerte genutzt werden soll. „Im Grunde ist der Übergang von Lounge zum Tanzbereich fließend“, so Robin.
Für jeden was dabei
Und der Lärmpegel? „Alles kein Problem“, meint der junge Club-Besitzer. Durch die tieferhängenden Decken im vorderen Teil des Clubs und unsere hochwertige Sound­anlage lässt sich in jedem Bereich die Lautstärke individuell regeln, sodass man nach wie vor Orte für Unterhaltungen findet.“
Und dann gibt es da ja auch noch den Außenbereich. Hier soll, so der neue Pächter, eine Außenbar auch die Raucher verköstigen.
Aber wo bleibt der Charme des Alten? Vermutlich genau hier, im Außenbereich und direkt davor zeigt sich, was vom alten RPL geblieben ist. Dunkle Holzbalken und Steinwände. Optisch wurden diese wiederum im gesamten Club umgesetzt. Weiß und Schwarz – ein eher ungewöhnliches Konzept? „Sobald das Licht angeht reflektieren die Farben und saugen das weiße Licht förmlich auf“, gibt sich Robin überzeugt.
Verkehrsgerecht
Scheint so, als gäbe es allemal einen Grund hinzugehen bei der großen Eröffnung am 4. Februar. Und wie sieht es da mit den Verkehrsmitteln aus?
Eine Idee wäre, Shuttlebusse bereitzustellen. „Diese könnten dann die umliegenden Haltestellen anfahren, um die Leute einzusammeln und herzubringen. Das ist aber alles noch in grober Planung“, fügt er an. Der Stop für die Busse wäre ja schließlich schon vorhanden – und zwar direkt vor der Tür. Außerdem gibt es nach wie vor 39 Parkplätze seitlich der neuen alten Kultstätte.
Ausgefallene Live-Acts
Womit dürfen alte und neue Besucher des Club One denn dann nun rechnen, wenn es am 4. Februar um 20 Uhr los geht?
„An diesem Abend konnten wir die Band ‚Noa‘ als Live-Act gewinnen“, erzählt Robin. „Das ist echt eine Ehre, dass Diana Schneider, eine bundesweit bekannte Sängerin und Schauspielerin, und Jay Oh, Sieger des RTL-Supertalents 2015, hier auftreten“, fügt er begeistert an. Am Abend der Eröffnung wird das Duo einen breiten Musikmix spielen. „So ist dann, denk ich, auch für jeden was dabei.“
Live-Musik und DJs
Live-Performances soll es übrigens regelmäßig an der Kölner Straße geben. Jeden ersten Samstag im Monat sollen hier Szenesänger live auftreten. Für März hat bereits die Band „Batô“ zugesagt. Auf weitere Kooperationen freut sich der junge Mann, der neben anderen DJs auch selbst hinter den Turntables stehen wird.
Auch eine Kooperation mit dem „Dickes G“-Festival kann sich der junge Clubbesitzer durchaus vorstellen.
Karten für die Eröffnung gibt es bereits online, sind aber ebenso für 5 Euro an der Abendkasse erhältlich.
Gespräche mit der Stadt

Bei den Gesprächen mit Claus Jacobi am Freitag, 27. Januar, zeigte sich, dass es auch von Seiten der Stadt keinerlei Bedenken für einen gelungenen Start gibt. „Der ‚Club One‘ ist genau das, was die Stadt Gevelsberg für seine jungen Leute braucht“, meint auch Claus Jacobi. Gespräche zur VER wurden bereits aufgenommen. Des Weiteren wird der 29-jährige Robin sein Können als DJ bereits beim Jahresempfang unter Beweis stellen dürfen. Dieser steht passenderweise unter dem Motto: „In der Zukunft wird alles besser“.