Biere aus aller Welt

Schwelm. (Sche) „Das stärkste Bier ist Stamichlaus“, weiß Andreas Born, Geschäftsinhaber der Agentur EMG, was für Events, Marketing und Gastro steht: „Dieser Schweizer Gerstensaft hat 14 Prozent.“ In Deutschland ist die Herstellung eines solchen Starkbiers nicht erlaubt. Die Eidgenossen brauen dieses außergewöhnliche Getränk am Nikolaustag und füllen es dann auch ab. Die Alpenländler trinken den „harten Stoff“ im gesamten Jahr.

Bierbörse

Solche Anekdoten erzählte Bierexperte Andreas Born bei einem Besprechungstermin zur 1. Schwelmer Bierbörse, die von Freitag, 1. August, bis Sonntag, 3. August, auf dem Neumarkt in der Kreisstadt stattfindet. Am Freitag und Samstag läuft die Veranstaltung von 15 bis 24 Uhr; am Sonntag von 11 bis 20 Uhr.

Die Gesellschaft für Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung Schwelm, kurz GSWS, hat die Bierbörse in die Stadt geholt und unterstützt diese mit einem eigenen Stand. Dort hilft auch Eugen Dittmar, der als „Karajan aus der Oberstadt“ vom Dirigieren des Panikorchesters her vielen Einheimischen bekannt ist.

Apropos Musik: Die Genießer müssen den Gerstensaft nicht in absoluter Stille schlürfen. Für zünftige Klänge sorgen die „Walking Hats“, die „Marching Pop“ spielen. Darunter kann man sich akustische Versionen bekannter Hits von gestern bis heute vorstellen. Für jeden Geschmack ist etwas dabei, wenn neu erklingt, was die Generationen in verschiedenen Jahrzehnten begeistert hat.

Gaucho-Gebräu

Zurück zum Hauptdarsteller der Börse, dem Bier. Da existiert scheinbar nichts, was es nicht gibt. Aus dem Himalaya stammt eine Marke, die das Schmelzwasser des Frühlings für den Brauvorgang nutzt. Da wird der Kenner neugierig. Auch die etwas schwächeren US-Biere sind zu verkosten, ebenso wie ein argentinisches Gebräu, das den Gauchos aktuell vermutlich als Trank zum Trost dient.

Trotz des Alkohols: Die Bierbörse ist ein Fest für die ganze Familie; und Tamara Theissen, Veranstaltungs-Kauffrau bei EMG, versichert: „Es sind auch alkoholfreie Getränke im Angebot.“ So müssen die Dötze nicht durstig und neidisch zusehen, wie Mama und Papa sich an den leckeren Erzeugnissen aus aller Welt erfreuen.

Zu alledem ist der Eintritt frei. Als weitere Band treten „Chris & The Poor Boys“ auf, um den Aufenthalt in den schön gestalteten Biergärten rund um den Neumarkt mit der passenden Stimmung zu versehen.

Den offiziellen Fassanstich übernimmt Bürgermeister Jochen Stobbe am Freitag, 1. August 2014, um 15 Uhr. Damit bereitet er sich schon einmal auf den gleichen Akt zum Schwelmer Heimatfest vor.