Blockflöten in Schwelm

Dass die Blockflöte kein Instrument nur für Kinder ist

Dass die Blockflöte kein Instrument nur für Kinder ist, wird jedes Jahr in Schwelm unter Beweis gestellt. (Foto: Dieter Schütz / pixelio.de)

Schwelm. (Red.) Es ist ein Blockflötenspektakel von europäischem Rang: Zum bereits siebten Mal findet der „recorder summit“ vom 10. bis 12. März in Schwelm statt.

Am Freitag und Samstag lädt dann im Ibach-Haus als Herzstück eine Instrumenten- und Notenausstellung rund um die Block- und Traversflöte zum Entdecken, Stöbern oder Kaufen ein. Zusätzlich werden Gemshörner, Zinken und weitere Instrumente präsentiert.
Neben den großen Blockflötenfirmen mit ihrem reichhaltigen Sortiment werden auch zahlreiche internationale Einzelbauer zeigen, was man normalerweise nicht zu Gesicht bekommt: handwerkliche Einzelstücke von der nur wenige Zentimeter großen Garklein-Flöte bis hin zum baumlangen Subkontrabass.
Jedes Instrument kann angespielt oder erkundet werden, es gibt Details zu Pflege und Bau. Zusätzlich werden mitgebrachte Blockflöten der bekanntesten Hersteller vor Ort kostenlos instandgesetzt.
Konzerte
Und natürlich dürfen bei einem Blockflötenfestival die Konzerte nicht fehlen. Gleich vier werden in der Christuskirche zu hören sein.
Den Anfang macht am Freitagabend, 10. März, um 19.30 Uhr das „Ensemble Odyssee“ in seiner erweiterten Besetzung als kleines, cembalogestütztes Streichorchester im Dialog mit der solistischen Blockflöte: eine Premiere beim „recorder summit“, der bisher dem reinen Blockflötenklang oder der kammermusikalischen Finesse gehuldigt hat. Anna Stegmann ist die Solistin im Zwiegespräch mit den Konzerten Babells, Sammartinis, Händels und Vivaldis. In Schwelm war Stegmann bereits merhfach als pulsgebendes Mitglied der Blockflötentruppe „The Royal Wind Music“ zu erleben.
Um 22 Uhr folgt dann mit Lucia Mense und Riccardo Delfino ein Nachtkonzert im Kirchenraum. Blockflöten, auch mittelalterliche Traversflöte, Harfe, vielleicht auch Drehleier und Percussion – und dies alles geschart um mittelalterliche Weisen, durchaus auch „fetziger“ Art, verknüpft mit der Musik der Trobadors und Trouvères, mit Liedern von Richard Löwenherz und der Sage von Tristan und Isolde.
Der einstündige Konzertleckerbissen am Samstagnachmittag um 14 Uhr wird in diesem Jahr von der Truppe „Red Priest“ um den englischen Blockflötisten Piers Adams in Szene gesetzt: Umstandslos verwandeln Piers Adams‘ Flötenrohr, Julia Bishops‘ Geige, Angela Easts Cello und David Wrights Cembalo den Konzertsaal zur Zirkusarena des internationalen Barock.
Um 19 Uhr steht dann das Highlight an: Tobias Reisige, der normalerweise mit seiner Band „Wildes Holz“ jazzig, rockig und poppig durch die Lande tingelt, trifft auf Dominik Schneider, bekannt von den phantasiereichen Auftritten der Renaissance-Truppe „Pantagruel“. Begleitet werden die beiden Blockflötisten von Cellos, Bandoneons, E-Basses und Percussion-Sets.