Ein Kinder-Spielplatz für das Schwelmebad

Katja Bracht, die sich beim Trägerverein des Schwelmebades um die Jugend kümmert, Töchterchen Paula und Vater Arne Bracht engagieren sich für einen Spielplatz im Schwelmebad. Die Sandkiste wartet auf eine neue Befüllung. Auch eine Rutsche, ein Wipptier und ein Kletterschiff fehlen zu einem kleinen Spielplatz auf dem Badgelände. (Foto: Frank Schmidt)
Katja Bracht, die sich beim Trägerverein des Schwelmebades um die Jugend kümmert, Töchterchen Paula und Vater Arne Bracht engagieren sich für einen Spielplatz im Schwelmebad. Die Sandkiste wartet auf eine neue Befüllung. Auch eine Rutsche, ein Wipptier und ein Kletterschiff fehlen zu einem kleinen Spielplatz auf dem Badgelände. (Foto: Frank Schmidt)

Schwelm. (zico) Ein Freibad auf ehrenamtlicher Basis zu betreiben, ist ein sehr ehrgeiziges Ziel. Komplizierte Technik erfordert profundes Fachwissen, und gerade Freibäder sind in aller Regel ein Zuschussgeschäft, denn realistische Eintrittspreise können die Betriebskosten nicht decken – zumal in Deutschland, wo der Wettergott längst nicht immer bester Laune ist. Der Trägerverein des Schwelmebades ist daher immer wieder händeringend bemüht, Schwimm- und Sonnenhungrigen mit überschaubarem finanziellen Mitteln ein attraktives Freizeitangebot zu machen.

Seit 2008, als CDU, SWG und BfS mit ihrer Ratsmehrheit dafür verantwortlich zeichneten, dass sich die Stadt Schwelm aus der Verantwortung als Träger des Bades verabschiedete, hält der Trägerverein das Bad über Wasser. Ohne künstliche Beheizung und anderswo üblichem Hochglanz-Komfort, dafür aber mit so größerem Engagement und Lokalpatriotismus. Und immer wieder reifen Ideen, die das Bad aufwerten sollen.

„Der Wunsch nach einem Spielplatz für die Kinder ist schon länger da“, berichtet Katja Bracht, die seit 2008 im Trägerverein mitwirkt: „Auch die Kinder können ja nicht ständig im Wasser verweilen und wünschen sich ein wenig Abwechslung.“ Für zwei der beliebten Kinderfeste, die die „Jugendbeauftragte“ des Trägervereins im Schwelmebad gemeinsam mit anderen ehrenamtlichen Kräften organisierte, sammelte sie Spenden für die Tombola und im Rahmen des Kinderschminkens, so dass ein Grundstock für den Spielplatz in Höhe von fast 800 Euro vorhanden ist. Doch allein für eine vernünftige Kunststoff-Rutsche, die den Überprüfungen des TÜV gerecht wird, fallen bereits 1.500 Euro an. Zudem wünscht sich Katja Bracht auch ein Wipptier und ein Kletterschiff, wie es die Gevelsberger Schwimmbad-Ausstatterfirma Roigk herstellt, während ein Sandkasten bereits vorhanden ist. Der freilich müsste neu befüllt werden.

„Das allgemeine Spendenaufkommen für das Bad ist im Hinblick auf den Spielplatz tabu; diese Gelder sind dafür bestimmt, dass der Schimmbetrieb läuft“, erklärt die Initiatorin des Projektes Spielplatz, die auch in der Jugendarbeit der evangelischen Paulusgemeinde Oberloh aktiv ist. Also wird weiterhin händeringend nach finanzieller Unterstützung gesucht, damit das Schwelmebad für die Kleinsten noch mehr zur Wohlfühloase werden kann. „Am besten noch in diesem Jahr“, hofft Katja Bracht, deren Töchter Lena (6) und Paula (2) ebenfalls über eine Spielmöglichkeit im Bad froh wären.

Im sozialen Netzwerk Facebook werden innerhalb der Gruppe „Du bist Schwelmer, wenn …“ deshalb jetzt Spender für die Anschaffung der Rutsche gesucht. Darüber hinaus bittet Katja Bracht auch die wochenkurier-Leser um Unterstützung. „Wir bräuchten ja nur einen kleinen Spielplatz, und wenn 3.000 Euro zusammen kämen, könnten wir die nötigen Anschaffungen tätigen“, haben Katja Bracht und ihr Ehemann Arne, der im Trägerverein als Schriftführer mitarbeitet, ausgerechnet.

Spenden hierfür können mit dem Verwendungszweck „RUTSCHE“ an den Trägerverein Schwelmebad (Kontonummer 37762, BLZ 45451555) bei der Stadtsparkasse Schwelm eingezahlt werden. Auf Wunsch wird auch eine Spendenquittung ausgestellt – ein Vermerk auf dem Einzahlungsschein und die Adressangabe ersparen weiteren Schriftverkehr.