Fischaufstieg am Stausee Beyenburg eingeweiht

Am Fischaufstieg fanden sich (von links) Michael Müller (Stadt Wuppertal), Claudia Fischer (Verbandsratsvorsitzende des Wupperverbandes), Johannes Remmel (NRW-Umweltminister) und Professor Bernd Wille (Vorstand des Wupperverbandes) ein. (Foto: Wupperverband)

Ennepetal. Bereits im Herbst 2011 wurde der Fischaufstieg am Stausee Beyenburg an der Stadtgrenze von Wuppertal und Ennepetal fertiggestellt. Vor wenigen Tagen wurde er offiziell eingeweiht. Die Anwesenheit von NRW-Umweltminister Johannes Remmel unterstrich die Bedeutung des Fischaufstiegs für das Land Nordrhein-Westfalen. Gemeinsam zog der Minister mit Michael Müller (Stadt Wuppertal), Claudia Fischer (Verbandsratsvorsitzende des Wupperverbandes) und Professor Bernd Wille (Vorstand des Wupperverbandes) an einem Strang: Mit vereinter Kraft hoben sie ein Gitter am neuen Fischaufstieg an und machten so den Weg für Fische und Kleinlebewesen in der Wupper frei.

Zur Einweihung des Fischaufstiegs am Stausee Beyenburg erschien auch NRW-Umweltminister Johannes Remmel. (Foto: Wupperverband)

Der Fischaufstieg am Stausee Beyenburg ist in der Region aufgrund seiner Länge und seiner Höhe eine Besonderheit, darin waren sich alle Beteiligten einig. „Die Landesregierung hat sich diem ’Ökologische Erneuerung’ auf die Fahnen geschrieben“, erklärte Umweltminister Johannes Remmel: „Der Fischaufstieg hier am Stausee Beyenburg ist nicht nur einer der größten in NRW, sondern auch ein hervorragendes Beispiel dafür, dass es möglich ist, erfolgreich zu wirtschaften und zugleich die Natur zu schützen. Der Wupperverband leistet damit einen wichtigen Beitrag zum NRW-Wanderfischprogramm.“

„Der neue Fischaufstieg in Beyenburg ist ein wichtiger Meilenstein“, betonte Claudia Fischer: „Der ehemalige Industriefluss Wupper entwickelt sich mehr und mehr zur Lebensader. Nun können auch Wanderfische wie der Lachs zurückkehren und ihren Weg zu Laich- und Ruheplätzen in der Wupper und den Nebenflüssen finden.“

„Der Fischaufstieg zählt zu den größten Anlagen dieser Art in Nordrhein-Westfalen“, ergänzte Professor Bernd Wille. „Dies war für uns eine große Herausforderung, und wir freuen uns, dass wir dieses Projekt mit der finanziellen Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen stemmen konnten.“

Der Fischaufstieg ist ein 190 Meter langer, geschwungener und naturnah gestalteter Wasserlauf. Er verbindet die Wupper unterhalb des Wehrs mit dem Stausee und überbrückt einen Höhenunterschied von mehr als sechs Metern. Bisher war das Wehr für die Gewässerlebewesen unüberwindbar. Fische und Kleinlebewesen können nun auf- und abwärts wandern, um geeignete Areale zur Nahrungsaufnahme oder zur Fortpflanzung zu finden. Damit ist der Weg von der Mündung bis zur Stauanlage Dahlhausen auf einer Strecke von 72 Kilometern durchgängig. Dass ein Flusslauf für Fische und Kleinlebewesen passierbar ist, ist ein wichtiges Merkmal für eine naturnahe Gewässerstruktur und eine Grundvoraussetzung zur Wiederansiedlung von Wanderfischen in unseren Flüssen.

Der Bau des Fischaufstiegs dauerte rund sechs Monate und war im September 2011 abgeschlossen. Das Land Nordrhein-Westfalen beteiligte sich mit Fördergeldern in Höhe von rund 500.000 Euro an den Kosten für den Fischaufstieg (700.000 Euro).