Gaudi für Fußballfreunde

Schwelm. (Sche) „Ich möchte Spaß, Spaß und nochmal Spaß“, wünscht sich Wolfgang Bergemann, Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfB Schwelm, für die am Dienstag, 16. August, ab 19 Uhr auszutragende Begegnung gegen den Zweitligisten VfL Bochum: „Dass wir keine Chance auf einen Sieg haben, ist klar; ich hoffe nur, dass wir lediglich einstellig verlieren.“

Damit das Testspiel für die Mannen aus der Nachbarstadt Bochum während der Länderspielpause zu einem echten Training wird, wollen die Kicker vom Schwelmer Brunnen in ihrem Stadion an der Hauptstraße jedoch alles geben, was ihnen ihr Fußball-Lehrer Wolfgang Bergemann an langen Freitagabenden unermüdlich  beigebracht hat.

„Das ist für uns eine nicht zu unterschätzende Gelegenheit, in der spielfreien Zeit unsere Fitness zu erhalten“, freut sich auch Bochums Cheftrainer Friedhelm Funkel, den eine langjährige Freundschaft mit Wolfgang Bergemann verbindet, auf die Partie, für welche die Verantwortlichen des VfB Schwelm um Geschäftsführer und Fußball-Obmann Helmut Hahne etwa 1.000 Fußballfreunde erwarten. Diese können sich auf ein spannendes Match einstellen, denn der Verein von Bochums Castroper Straße nimmt die Aufgabe ernst. „Wir haben nicht vor, eine ,B-Elf‘ zu schicken“, versichert der Sportvorstand der Blau-Weißen aus der Ruhrstadt, Jens Todt: „Wir geben alles, was wir haben; und das machen wir gern.“

Der Kontakt zum VfL Bochum über die Schiene Wolfgang Bergemann – Friedhelm Funkel geht auf eine lange Geschichte zurück. Als der Schwelmer Trainer von 1999 bis 2007 mit zweijähriger Unterbrechung von 2001 bis 2003 sechs Jahre lang den Verbandsligisten VfR Neuss betreute, lernte er dort den heutigen Bochumer Übungsleiter kennen. „Der Kontakt ist nie abgerissen“, begründet der Fußball-Lehrer des VfL Bochum die gute Beziehung zu dem Schwelmer Kollegen, welcher übrigens in Wuppertal zu Hause ist. „Friedhelm Funkel ist ein super Junge, immer bodenständig, nie abgehoben“, schätzt Wolfgang Bergemann die menschlichen Qualitäten seines Freundes, der sich anschickt, nach der knapp verpassten Relegation gegen Borussia Mönchengladbach in der vergangenen Saison jetzt wieder das Fußball-Oberhaus zu stürmen: „Er hat für seine Testspiele sehr viele Anfragen von Klubs aus der Provinz; deshalb sind wir sehr glücklich, dass er uns ausgewählt hat.“

Hinsichtlich der sportlichen Aussichten des absoluten Höhepunkts im diesjährigen Veranstaltungs-Kalender des VfB Schwelm herrscht bei Spielern und Funktionären Bescheidenheit vor. „Ganz besonders wichtig ist mir, dass es auf beiden Seiten keine ernsthaften Verletzungen gibt“, betont Wolfgang Bergemann: „Schließlich braucht Friedhelm Funkel für seine Aufstiegs-Ambitionen eine funktionierende Elf. Der Spaßfaktor steht im Vordergrund, und deshalb gebe ich meinen Jungs auch keine taktische Linie vor.“ Wichtig sei der Trainingserfolg für die Kicker um VfL Bochum-Kapitän Christoph Dabrowski.

„Wir sind gespannt, was wir gegen Giovanni Federico ausrichten können“, ist aus den Reihen der Schwelmer Abwehrspieler zu hören: „Hoffentlich bringen die Sportkameraden aus Bochum ausreichend signierte Trikots mit.“ Die Spielgeräte, gegen welche die Fußballer des VfB Schwelm treten, sind übrigens die gleichen wie in Bochum: Bälle der Marke „Derby-Star“. Wenn das kein gutes Omen ist…