Geschenke oder Rute?

Liebe Leser,

mit Weihnachten verbinden Kinder oft die Geschenke und Rute. Eltern benutzen den „Weihnachtsmann“, um ihre Kinder zum Wohlverhalten anzuleiten. Wenn du artig bist, dann kommt der „Weihnachtsmann“ und beschenkt dich. Wer böse ist, wird mit der Rute bestraft. Die Kinder erleben dann allerdings, wie der „Weihnachtsmann“ mit der Rute droht und verlangt, dass die Kinder künftig artig sind. Die Strafe bleibt in der Regel aus, und zum guten Schluss gibt es dann doch noch die Geschenke. Dieses Märchen vom „Weihnachtsmann“ prägt auch uns Erwachsene. So stellen sich viele Erwachsene Gott wie einen „Weihnachtsmann“ vor. Er droht zwar mit Strafe, aber letztendlich beschenkt er alle Menschen, ob artig oder böse. Wenn wir uns Gott vorstellen wie den lieben „Weihnachtsmann“, dann liegen wir falsch. Die Geburtsanzeige der Engel lautete: „Euch ist heute der Retter geboren…“ Jesus Christus, der Sohn Gottes, wurde Mensch, damit unsere gestörte Beziehung zu Gott wieder heil werden kann. James B. Irwin, einer der Astronauten der Apollo 11 sagte: „Der größte Tag in der menschlichen Geschichte war nicht, als der Mensch den Mond betrat, sondern als Gottes Sohn auf die Erde kam.“ Als Gott auf unseren Planeten Erde „landete“, war das eine harte Landung: Notunterkunft in einem Stall in einer Krippe in Bethlehem, knapp einem Mordanschlag entkommen, Flucht nach Ägypten, und am Ende seiner Mission war der Tod am Kreuz. Weil wir vor Gott schuldig geworden sind, eben nicht brave Menschen sind, brauchen wir Jesus als Retter. Jesus Christus ließ sich bestrafen, damit uns vergeben werden kann. Er wurde arm, damit wir durch seine Armut reich werden können. Was schenken wir Weihnachten Jesus Christus, dessen Geburt wir feiern? Der Dichter des Weihnachtsliedes, Emil Quandt, hat als Antwort auf die Liebe Gottes es so formuliert: „Mit dir selber, mein Befreier, will ich halten Weihnachtsfeier. Komm, ach komm ins Herz hinein, lass es deine Wohnung sein.“

Diese tiefe Weihnachtsfreude, die Weihnachten überdauert, wünscht Ihnen

Ihr
Detlef Kranzmann