Gevelsberger Kirmes 2016: Zugsieger und Sicherheitsbilanz

Gevelsberg. (je) In Gevelsberg ist die längste Nacht des Jahres äußerst erfolgreich zu Ende gegangen. Bei der Siegerehrung zum von rund 75.000 Menschen besuchten Kirmeszug gab es am Dienstagabend kaum Eindeutigkeit, so nah lagen die Punktwertungen der spektakulären Beiträge aneinander. Und auch die Sicherheitskräfte zogen am heutigen Mittwoch eine absolut positive Bilanz.

Prämierte Darstellungen

Einige Eindrücke davon, wie viel Mühe sich die Kirmesgruppen wieder für einen gelungenen Zug gegeben hatten, finden Sie in unserer Fotogalerie. Diese Mühen wurden nun auch bei der Siegerehrung belohnt, die in vielen Fällen knapper nicht hätte sein können. In den oberen Punktebereichen herrschte mehrfach gar Punktgleichheit.

Große Freude bei der Kirmesgruppe Im Dörnen: ihr Wagen hat den ersten Platz gewonnen. (Foto: Jan Eckhoff)
Große Freude bei der Kirmesgruppe Im Dörnen: ihr Wagen hat den ersten Platz gewonnen. (Foto: Jan Eckhoff)

Den ersten Platz (199 Punkte) bei den Wagen belegte die Gruppe Im Dörnen mit ihrer Darstellung „Die Serengeti – Afrikas großer Nationalpark“. Auf dem zweiten Platz lagen dann punktgleich mit 198 Punkten und damit unerheblich hinter den Gewinnern die Gruppen Börkey („Börkey Mortale“) und Mühlenhämmer („Mit Steinen aus dem Legoland – ruck zuck die neue Brücke stand“).

Für ihre Darstellung der Brücke konnten die Mühlenhämmer außerdem die Sonderauszeichnungen als originellste Darstellung sowie den Karl-Friedrich-Hückinghaus-Gedächtnispokal einheimsen. Als beste heimatbezogene Darstellung wurde die Kirmesgruppe Pinass Brumse für die Wagendarstellung „(H)ausverkauf“ (Gesamtwertung: Platz 6, 183 Punkte) geehrt. Der Preis für die humorvollste Darstellung ging an Fußgruppe von Pinass Brumse für die Darstellung „Im Hallenbad“.

Pinass Brumses „Im Hallenbad“ belegte auch den ersten Platz bei den Fußgruppen, punktgleich (183 Punkte) mit Im Dörnen für „Die Straußenparty“. Gefolgt wurden sie von der Aechter de Biecke-Fußgruppe“Turbo-Abi“ mit 177 Punkten.

Und auch bei den Frauengruppen standen Pinass Brumse ganz oben auf dem Siegertreppchen. Mit 190 Punkten belegte die „Brumse-Bärchen-Bande“ einen klaren ersten Platz. Börkey („Börkey-Weiber ticken anders“) belegten mit 186 Punkten den zweiten Platz, Hippendorf („Anmutiger Minnetanz auf der Bergruine“) mit 184 Punkten Platz drei.

Und noch einmal ein erster Platz ging an die Kinder- und Jugendgruppe von Pinass Brumse für den „Domino-Day“ (192 Punkte). Den zweiten Platz bei den Kinder- und Jugendgruppen mit jeweils 175 Punkten teilen sich Im Dörnen für „Die Picassos vom Dörnen“ und Hippendorf für die „Hippendörfer Ritterschule“.

Friedlich und erfolgreich

Dass die Kirmes in diesem Jahr nicht nur besonders schön, sondern in jeglicher Hinsicht auch besonders erfolgreich war, darüber herrscht bei allen Beteiligten wie auch den Sicherheitsdiensten Konsens.

Die Verantwortlichen von Stadt, Kirmesverein, Polizei und Feuerwehr zogen ein positives Fazit der Gevelsberger Kirmes 2016. (Foto: Jan Eckhoff)
Die Verantwortlichen von Stadt, Kirmesverein, Polizei und Feuerwehr zogen ein positives Fazit der Gevelsberger Kirmes 2016. (Foto: Jan Eckhoff)

Schon am Dienstagabend im Rahmen der Siegerehrung konnten die Schausteller verkünden, dass ihre Spende an den Kirmesverein in diesem Jahr mit glatten 5.000 Euro deutlich höher ausfällt als in den vergangenen Jahren mit je 4.400 Euro. Trotz eher durchwachsenem Wetter hat der Umsatz in den Fahrgeschäften und bei den Gastronomen also gestimmt.

Und auch die Aktion „Glas leer? Dann her!“ war in diesem Jahr erfolgreicher, als alle Beteiligten zu hoffen gewagt hatten. Lediglich zwei Schnittverletzungen mussten vom DRK über die gesamte Dauer der Kirmes behandelt werden. Ein ähnlich positives Fazit zog die Polizei am heutigen Mittwoch, 29. Juni, im Rathaus: Vom Aufbau der Kirmes bis zum krönenden Abschluss mit Feuerwerk wurden insgesamt nur 13 Strafanzeigen gestellt. Außerdem wurden 24 Platzverweise erteilt. „Da passiert manchmal auf kleinen Privatveranstaltungen mehr“, betonte Einsatzleiter Klaus Weber.

Eine derart erfreuliche Bilanz wäre aber natürlich nicht ohne den Einsatz vieler Helferinnen und Helfer möglich gewesen. Neben 15 städtischen Bediensteten von Ordnungsamt und Jugendschutz, waren auch zehn extra eingestellte Kräfte für das „Glasmanagement“ zuständig. Unterstützt wurden diese von 15 uniformierten Beamten der Polizei und insgesamt 138 ehrenamtlichen Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr sowie vielen freiwilligen Rettungskräften des DRK. Einzig problematisch waren auch in diesem Jahr wieder Fahrzeugbesitzer, die sich nicht an Parkverbote halten wolten. Es mussten 26 Fahrzeuge ebgeschleppt werden.

Und so konnte dann auch Bürgermeister Claus Jacobi und der Kirmesversinvorsitzende Michael Sichelschmidt ein erfreuliches Fazit ziehen: Eine trotz unbeständigem Wetter hohe Besucherzahl, der ruhige Verlauf und die gute Stimmung lassen schon Vorfreude aufs nächste Jahr aufkommen. Ein großes Lob sprachen beide den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, aber auch den verwantwortungsbewussten Besucherinnen und Besucher aus.