Hilfe für alleinerziehende Mütter

Mit dem Schriftzug „Henri Thaler e.V.“ werben ab sofort die A-Liga-Fußballer des FC Blau-Weiß Voerde bei ihren Spielen für die Unterstützung von Eltern krebskranker Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener. (Foto: Privat)

EN-Kreis. (zico) „Wir haben derzeit besonders viel zu tun, unterstützen Familien, vor allem aber immer mehr alleinerziehende Mütter“, berichtet Edda Eckhardt über die aktuelle Arbeit des Henri Thaler-Vereins, der seit über 20 Jahren die Eltern krebskranker Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener unterstützt. Doch die gute Arbeit des Vereins hat sich im heimischen Raum längst herumgesprochen – der Henri Thaler-Verein erfreut sich im Ennepe-Ruhr-Kreis einer herausragenden Reputation. Und viele wollen den Verantwortlichen um Edda Eckhardt bei ihrer ehrenvollen Aufgabe helfen.

So zu Wochenbeginn 50 Friseure aus 16 Betrieben des EN-Kreises, die den Erlös ihrer Haarschneideaktion anlässlich des „Gevelsberger Erlebnishandels“ an den Henri Thaler-Verein spendeten. Zur Scheckübergabe trafen sich Innungsobermeister Norbert Foik, einige der Friseure und Edda Eckhardt im Gevelsberger VHS-Gebäude an der Mittelstraße – dort, wo vor einem Monat fleißig für die gute Sache geschnippelt wurde. Stolze 2.617,81 Euro kamen bei der Aktion auf dem Butera-Platz vor dem VHS-Gebäude zusammen. Darin enthalten sind bereits rund 600 Euro aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen sowie 90 Euro aus der Kinderschminkaktion, die parallel zum Haare schneiden lief und vom „Förderverein Gevelsberger Kinder- und Jugendarbeit“ organisiert wurde.

Stolze 2.617,81 Euro für den Henri Thaler-Verein erbrachte die Haarschneideaktion der EN-Friseure anlässlich des „Gevelsberger Erlebnishandels“ Zur Scheckübergabe trafen sich Innungsobermeister Norbert Foik, einige der Friseure und Edda Eckhardt am Gevelsberger VHS-Gebäude an der Mittelstraße - dort, wo vor einem Monat fleißig für die gute Sache geschnippelt wurde. (Foto: Frank Schmidt)

„Das war eine wirklich runde Sache“, bedanken sich Edda Eckhardt und Norbert Foik bei der VHS für die ausgesprochen freundliche Zusammenarbeit. Die Volkshochschule hatte die Räume für die Gesamtaktion bereit gestellt und stand den Friseuren in Sachen Organisation hilfreich zur Seite. Ein wesentlicher Grund, warum Norbert Foik die Innungsmitglieder im nächsten Jahr wiederum in Gevelsberg zu Schere und Kamm greifen lassen möchte. Einen Wunsch hat der Obermeister für die dann dritte Auflage allerdings: „Schön ware es doch, wenn gerade der Nachwuchs das Angebot verstärkt in Anspruch nehmen würde. Das Motto heißt schließlich ,Kinder helfen Kindern’.“

Ein paar Tage zuvor hatte Edda Eckhardt ebenfalls Grund zur Freude, denn mit dem FC Blau-Weiß Voerde reihte sich auch ein heimischer Fußballverein in die Reihe der Wohltäter ein. Der 1. Vorsitzende Olaf Steinhaus, Kassierer Volker Kötting, Ehrenmitglied Peter Laumann und der Mannschaftsverantwortliche Giuseppe Bianco erklärten sich bereits, dem A-Ligisten eine neue Sportkluft zu bezahlen. Der Clou an der Sache: Dort, wo sind Gewerbebetriebe werbend auf sich aufmerksam machen, prangt bei Blau-Weiß Voerde der Schriftzug „Henri Thaler e.V.“ und rückt so die gute Sache auch in den Blickpunkt der Fußballfreunde am Spielfeldrand. „Der FC Barcelona hat es mit dem Kinderhilfswerk Unicef ja vorgemacht und war uns Vorbild“, so Bianco, der betont, dass der Thaler-Verein natürlich keinen Cent für diese kostenlose Reklame an den Verein bezahlen muss: „Das tut Unicef beim FC Barcelona ja auch nicht.“

Bemerkenswert ist die Aktion trotzdem – und einmalig im EN-Kreis überdies. Denn gerade für kleine Amateurvereine ist die Trikotwerbung vielfach eine der wenigen Einnahmequellen, um den Spielbetrieb zu finanzieren. „Der FC Blau-Weiß Voerde stellt hier jedoch die eigenen Interessen hinten an und unterstützt Menschen, die dringend auf Hilfe angewiesen sind“, staunt Edda Eckhardt über das in heutiger Zeit eher außergewöhnliche Engagement.

Weitere Spender sind der Vorsitzenden, die ihr Amt bereits vor mehr als einem Jahrzehnt von Vorgängerin und Gründerin Helga Thaler übernahm, dennoch stets willkommen, denn: „Wir haben sehr viele Fälle, in denen wir tätig werden und können jeden Euro gut gebrauchen.“