Internationaler Spielplatz Gevelsberg

Gevelsberg. (ric) „You‘re welcome“ – Gevelsberg zeigt wieder einmal seine internationale Gastfreundschaft. Im Rahmen des IJGD (Internationaler Jugendgemeinschaftsdienst) befinden sich derzeit 16 Jugendliche und junge Erwachsene, 17 bis 23 Jahre alt, für drei Wochen in Gevelsberg. Sie kommen aus den unterschiedlichsten Teilen der Erde: Frankreich, Japan, Korea, der Slowakei, Tschechien, Ukraine, Weißrussland, Spanien, Finnland und Rumänien.

Francesca und Christina sind Teilnehmerinnen des Workcamps. Sie werden drei Wochen in Gevelsberg verbringen, Land und Leute kennenlernen und den Spielplatz am Silscheder Nordhang herrichten. (Foto: Lisa Junker)

Doch es sind keine reinen Ferien, die die Jugendlichen hier in Gevelsberg verbringen. Sie sind die Teilnehmer eines Workcamps und werden den Spielplatz am Silscheder Nordhang endlich wieder zu einem bei Kindern beliebten Ort herrichten. „Derzeit kann davon nämlich keine Rede sein“, bestätigt auch Rainer Sprenger von den Technischen Betrieben der Stadt. Momentan sind die veralteten Spielgeräte abgebaut, der Platz selbst wurde für die Baumaßnahmen vorbereitet. „Wir werden jetzt Spielgeräte, eine Rutsche, Bänke, eine kleine Rasenfläche, eventuell mit Federtierchen, anbringen.“ Der Spielplatz wird so wieder zu einem attraktiven Platz für Kinder mit ihren Eltern – und das alles im Rahmen eines internationalen Projekts.

Jacobi stolz

Anfang der Woche begrüßte ein stolzer Claus Jacobi die Teilnehmer. „Es ist so wichtig, auch internationale Kontakte zu knüpfen und andere Kulturen und Nationen kennenzulernen“, betonte der Bürgermeister der Stadt Gevelsberg. Es geht um Zusammenhalt und Freundschaft, Arbeiten und Leben in der Gemeinschaft, das Entwickeln kulturellen Verständnisses und um gegenseitiges Interesse. Dabei lernen die Jugendlichen aber auch sich selbst und ein neues Land kennen. Das bestätigt Francesca aus Paris: „Ich wollte unbedingt nach Deutschland kommen und dieses Land kennenlernen“, erzählt sie. „Aber ich wollte nicht nur Urlaub machen, sondern meine Zeit sinnvoll verbringen.“ So fiel die Entscheidung schnell auf das Projekt – Urlaub, verbunden mit neuen Freundschaften aus aller Welt und der guten Tat.

Im Jugendzentrum

Die 16 Jugendlichen wohnen während ihres dreiwöchigen Aufenthaltes im Jugendzentrum. Hier leben sie gemeinsam, kochen, verbringen ihre Freizeit, schlafen und lernen sich besser kennen. Es stehen aber nicht nur das Jugendzentrum und der Spielplatz auf dem Programm – selbstverständlich wollen sie auch Land und Leute entdecken, sehen, was die Region ausmacht. So startete die Gruppe zu Beginn der Woche eine Stadtrundfahrt, besah sich das Wildschweingehege, erkundete die Innenstadt.

„Schön ist es hier“, sagt Christina aus Weißrussland. „Der erste Eindruck stimmt. Die Menschen hier scheinen sehr nett und aufgeschlossen zu sein, ich bin sicher, wir werden viel Spaß haben…“