Lebensgefährliche Leichtsinnigkeit: Zug stoppt knapp vor 21-Jährigem

Gevelsberg. (ots) Der guten Reaktion eines
Triebfahrzeugführers verdankt vermutlich ein 21-Jähriger sein Leben.
Am Mittwoch, 23. November, gegen 18 Uhr hielt sich der junge Mann am
Haltepunkt ­Ge­velsberg-Kipp auf. Dort kürzte er seinen Weg durch die
Gleisanlagen ab und stürzte mitten im Gleisbett. Zur gleichen Zeit fuhr die
S-Bahn-Linie 8 in den Haltepunkt ein. Geistesgegenwärtig leitete der
Triebfahrzeugführer des Zuges eine Schnellbremsung ein. Der Zug kam
­unmittelbar vor dem Gevelsberger zum Stehen. Die Bundespolizei leitete
gegen den 21-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in
den Bahnverkehr ein.
Gefahren beachten
In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei vor den Gefahren des
Bahnverkehrs:

  • Jeder Aufenthalt im Gleisbereich ist mit tödlichen Gefahren verbunden.
  • Züge durchfahren Bahnhöfe mit Geschwindigkeiten von bis zu 160
    Stundenkilometern. Durch den entstehenden Luftsog können unmittelbar an der
    Bahnsteigkante befindliche Gegenstände in Bewegung geraten.
  • Züge können Hindernissen nicht ausweichen und haben einen sehr langen
    Bremsweg.
  • Züge nähern sich fast lautlos. Ein elektrisch betriebener Zug ist selbst bei
    einer Geschwindigkeit von über 200 Stundenkilometern für das menschliche Ohr
    erst wahrnehmbar, wenn er bereits vorbeifährt.
  • Züge verkehren auch außerhalb des ausgehängten Fahrplanes und können ein
    Gleis jederzeit in beide Richtungen befahren.