Neues Gesicht für Gevelsberger Lukaskirche

Gevelsberg. Im evangelischen Gemeindebezirk Gevelsberg-Nord und -Heide spielen Gottesdienste eine zentrale Rolle. Um einen Ort der Begegnung zu schaffen, wird die Lukaskirche auf dem Börkey saniert.

Moderne Kirche

In dem Gotteshaus an der Wittener Straße 100 gibt es neun regelmäßig stattfindende gottesdienstliche Angebote. So unterschiedlich diese sind, so unterschiedlich sind auch die Anforderungen an den Gottesdienstraum. „Wir möchten den Kirchenraum multifunktional nutzen können. Deshalb trennen wir uns von den Kirchenbänken und gestalten den Innenraum unserer Kirche nach den Herausforderungen an die Kirche im 21. Jahrhundert neu“, erklärt Pfarrer Uwe Hasenberg (Gevelsberg-Nord).

Pfarrer Dirk Küsgen (Gevelsberg-Heide) ergänzt: „Auslöser für die Arbeiten ist ein Sanierungsstau in der Lukaskirche, den wir beheben möchten, bevor noch größere Schäden entstehen. Zum einen gibt es noch die Spuren des erheblichen Wasserschadens, der vor einiger Zeit an den Außenwänden entstanden ist. Zum anderen haben sich die Bodenplatten im Laufe der Zeit stark abgenutzt.“

Mit Spenden

Die Kosten für die Maßnahme belaufen sind auf etwa 295.000 Euro. Die Hälfte davon soll mit Spendengeldern finanziert werden. Der Förderverein „Freundeskreis lebendige Lukaskirche“ engagiert sich hier in besonderer Weise. So wird seit Wochen von Finanzkirchmeisterin Claudia Winkelmann selbstgemachte Marmelade zum Verkauf angeboten. Die Nachfrage nach dieser Leckerei ist so groß, dass der Bestand ständig aufgefüllt werden muss. Aber natürlich werden auch Geldspenden angenommen.

Wenn der Umbau abgeschlossen ist, werden der Fußboden erneuert, die Wände gestrichen und der Altar in die Mitte des Kirchenraumes gerückt sein. Im jetzigen Altarraum werden Chöre und Bands genügend Raum zum Musizieren haben. Die Gottesdienstgemeinde wird zukünftig auf bequemen Stühlen um den Altar herum sitzen.

Ab 1. Advent

Am Sonntag, 12. Juli 2015, fand der letzte Gottesdienst in der gewohnten Form in der Kirche statt. In einem kleinen liturgischen Umzug wurde die brennende Osterkerze aus der Kirche in den Gemeindesaal getragen. Hier treffen sich die Gemeindeglieder und alle Gäste in der nächsten Zeit, um ihre Gottesdienste zu feiern. Am 1. Advent soll dann der erste Gottesdienst in der neu gestalteten Lukaskirche stattfinden.