„Offener Torbogen“ für Schwelmer Ortseingang

Ein offener Torbogen mit Stadtwappen-Stehle soll dem Kreisverkehr Barmer Straße/Ochsenkamp ein würdiges Erscheinungsbild als Ortseingang verleihen. (Quelle: Stadt Schwelm)

Schwelm. (zico) „Unsere Stadttore sind Eingänge nach Schwelm, Tore für Besucher und Türen nach Hause“, meinen die Initiatoren eines Prjektes, dass sich zum Ziel gesetzt hat, die Ortseingänge in die Kreisstadt schöner zu machen – allen voran jenen am Kreisverkehr Barmer Straße/Ochsenkamp, der seit Monaten wegen seines hässlichen Erscheinungsbildes für Unmut in der Bevölkerung sorgt. Eine „Arbeitsgruppe Kreisel“, bestehend aus Schwelmer Bürgern und unterstützt von Verwaltung und Technischen Betriebe, möchte hier für Abhilfe sorgen und sucht dafür die Unterstützung der Mitbürger.

Vor wenigen Tagen stellten Helga Betz, Ulrich Schwabe, Christa Wolff, Peter Hornemann, Klaus Bruder und Heike Rudolph das künstlerisch ambitionierte Vorhaben gemeinsam mit Bürgermeister Jochen Stobbe, dem TBS-Vorstand Markus Flocke und Frank Sormund vom Stadtentwicklungsbüro im Schwelmer Rathaus vor. So soll am Kreisel ein nach oben geöffneter Bogen, dessen zwei Elemente gegeneinander versetzt sind, Besucher und Einheimische in der Kreisstadt begrüßen. Im Innnenraum ist für den Kreisverkehr am Ochsenkamp eine Glasstehle vorgesehen. Darauf zu sehen sein sollen die Wappen der Städte Schwelm und Fourqueux.

Für dieses erste Projekt veranschlagt die Stadt Kosten in Höhe von rund 55.000 Euro, von denen allein 40.000 Euro auf den technischen Ausbau des Kreisels entfallen. Den bislang besteht der unansehnliche Ortseingang lediglich aus beweglichen Kunststoffelementen, die ständig von Kraftfahrzeugen touchiert und verschoben werden. Dieses „Schwelmer Ei“ ist innen auch noch gähnend leer und wird von gedankenlosen Zeitgenossen überdies mit Müll verfüllt. Gleichwohl sieht sich der Landesbetrieb Straßen NRW als Betreiber der Straße außer Stande, einen weiteren Ausbau des Kreisels zu realisieren. Er unterstützt aber das verständliche Ansinnen Schwelms, hier für Abhilfe zu sorgen. Die Gestaltung, wie sie von der Bürgergruppe gewünscht ist, werde von Straßen NRW genehmigt, so Jochen Stobbe.

Das Problem ist nach der ausführungsfertigen Vorplanung von Seiten der Beteiligten allein die Finanzierung. Die Stadt Schwelm kann die Kosten angesichts der angespannten Haushaltslage nicht stemmen – und darf dies auch gar nicht tun, denn sie untersteht einem Sanierungsplan, der solch eine „freiwillige Leistung“ verbietet. Daher bitten die Initiatoren nun Firmen und Privatpersonen um Spenden, die über den Förderverein „Pro Schwelm“ eingesammelt werden sollen. Entsprechende Karten, die das Projekt erläutern, werden derzeit an potentielle Spender zugestellt und sind vom Bürgermeister handschriftlich unterzeichet.

Auch jene Bürger, die sich nicht im Verteiler befinden, deren Herz aber dennoch für Schwelm schlägt, sind aufgerufen, sich mit einem beliebigen Betrag an dem Projekt zu beteiligen. Mit dem Kennwort „Kreisverkehr“ kann man seine Spende auf das Konto 43026 bei der Sparkasse Schwelm, Bankleitzahl 45451555, einzahlen. Kontoinhaber ist der Förderverein Pro Schwelm, der auch Spendenquittungen ausstellt.

Das Stadttor, das errichtet werden soll, bietet dem Betrachter je nach Blickwinkel unterschiedlichste visuelle Erscheinungsformen und lässt vielfältige Interpretationsmöglichkeiten zu. An anderen Stellen sind unter dem Bogen auch andere Gestaltungen als die einer Stehle mit Stadtwappen möglich – denkbar wären etwa Bezüge zu den Schwelmer Nachbarschaften oder auch zur großen Biertradition Schwelms.