Tanz-Landesmeisterschaften im Haus Ennepetal

Kluterthöhlen-Geschäftsführer Wolfgang Kern, Tanzschul-Inhaber André Christ, „La Grotta“-Mitinhaber Olaf Schaefer-Messing, Kluterthöhlen-Mitarbeiter Volker Külpmann und Schirmherr Jörg Frischkorn (von links) freuen sich auf großes Tanzen. (Foto: Stefan Scheler)

Ennepetal. (Sche) „Bei diesem Turnier dürfen wir auf erstklassigen Sport und Damen in atemberaubenden Kostümen hoffen“, freute sich Tanzschulen-Inhaber André Christ vor wenigen Tagen im Haus Ennepetal auf die am Samstag, 9. Februar 2013, an gleicher Stelle stattfindenden Landesmeisterschaft im Tanzen neugierig: „Laut Sportordnung gibt es für dieses Turnier nämlich keine Beschränkungen, was die Kleidung anbelangt.“

Kluterthöhlen-Geschäftsführer Wolfgang Kern, „La Grotta“-Mitinhaber Olaf Schaefer-Messing, Kluterthöhlen-Mitarbeiter Volker Külpmann, Schirmherr Jörg Frischkorn und Tanzschul-Inhaber André Christ (von links) in festlichem Ambiente. (Foto: Stefan Scheler)

Doch der optische Genuss ist nicht das Entscheidende bei der vom Tanzsportverband NRW veranstalteten Landesmeisterschaft. Ausrichtender Verein ist der TSC Blau-Gelb Hagen, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum feiert; das Haus Ennepetal und das Restaurant „La Grotta“ stellen ihre Infrastruktur zur Verfügung. Im Boot ist auch die Kluterthöhlen-Gesellschaft; und die Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld tritt als Unterstützer auf.

„Das wird kein Gala-Ball, sondern ein harter Sport-Wettkampf“, versprach André Christ: „Wir sehen in den Kategorien Jugend A-Latein und Hauptgruppe S-Latein jeweils zehn bis 15 Spitzenpaare.“ Es liegen bereits 16 Anmeldungen für das Turnier, das zur Deutschen Meisterschaft qualifiziert, vor. „Gut möglich, dass wir die künftigen Deutschen Meister hier erleben“, spekulierte der Tanzlehrer: „Beachtlich ist, dass der Landes-Tanzsportverband das Haus Ennepetal zum Austragungsort gekürt hat.“

„Es macht uns auch sehr stolz, dass ein Hagener Verein hierher kommt, um einen so hochkarätigen Wettkampf auszurichten“, drückte Kluterthöhlen-Geschäftsführer Wolfgang Kern seine Freude darüber aus, eine Sportveranstaltung mit großer gesellschaftlicher Akzeptanz nach Ennepetal geholt zu haben: „Mit dem ,La Grotta‘ haben wir dafür einen leistungsfähigen Partner gewonnen.“ Immerhin versorgt die Gastronomie des Hauses Ennepetal am Wettkampftag an einem Verkaufsbuffet zwischen 300 und 500 erwartete Gäste. Diese können sich in einer so genannten „Flanierzone“ um die Tanzfläche herum bewegen und sich so den besten Blick auf die sportlichen Darbietungen sichern. „Publikumstanz wird es nicht geben“, bat André Christ, der auch als Moderator des Abends auftritt, um Verständnis: „Es handelt sich um Leistungssport nach festen Regeln, der keine Störungen oder Unterbrechungen verträgt.“

Bis zu 15 Paare kämpfen pro Disziplin um Punkte und Wertungen, neun davon in der Jugend von 14 bis 18 Jahren und sieben in der Hauptgruppe von 19 bis 35 Jahren. Auf der Tanzfläche bewegen sich immer sechs Paare zu den Rhythmen von Samba, Cha-Cha-Cha, Rumba, Paso Doble und Jive, die sich in einer Vorrunde, einer möglichen Zwischenrunde und schließlich in der Endausscheidung beweisen müssen.

„Die Entscheidung fällt an einem Tag“, ging André Christ auf den Zeitplan ein: „Um 18 Uhr startet die Jugend, und ab 20 Uhr tritt die Hauptgruppe an.“ Voraussichtlich bis 23 Uhr seien dann Sieger und Platzierte ermittelt. Sieben Wertungsrichter aus dem gesamten Bundesgebiet, selbst erfahrene aktive oder ehemalige Turniertänzer, fällen ihr Urteil über das Gezeigte.

„Veranstaltungen wie diese gehören zu den so genannten ,weichen Faktoren‘, die das Gesamtbild einer Stadt in der Öffentlichkeit prägen“, ging Wolfgang Kern auf die Bedeutung des Tanzwettbewerbs für Ennepetal ein: „Neben harten Wirtschaftsfakten und wichtigen Verwaltungsentscheidungen sind sie gleichermaßen bedeutsam für das Klima in Ennepetal und die Bindung der Bürger an ihre Stadt.“ „Wir rechnen mit ganzen Busladungen von Fans der jeweiligen Tanzvereine aus ganz NRW“, verkündete André Christ: „Karten zum Preis von 20 Euro für die erste Reihe, zehn Euro für den Hörsaal und sieben Euro für die Flanierzone können Interessierte bei uns reservieren“. Die Vorbestellungen sind unter Ruf 02331/ 28174 möglich; die Beträge verstehen sich zuzüglich des so genannten „Sport-Euro“, der bei Jugendlichen auf 50 Cents reduziert ist. 150 Bestellungen liegen bereits vor; es ist also nicht falsch, sich zu beeilen, um Tanzsport der Extraklasse zu erleben.