Trauringe selbst gemeinsam schmieden

Das Schmelzen des Materials steht am Anfang des Entstehungsprozesses der Trauringe. (Foto: wochenkurier)

Ennepetal. (zico) Es ist wohl eine der romantischsten Arten für Paare, in ein gemeinsames Leben zu starten: Das gemeinsame Schmieden und Fertigen der Trauringe. Im Juwelenatelier von Rainer Stranzky auf den Ennepetaler Höhen ist dies in besonderer Atmosphäre und unter der fachkundigen Anleitung des 61-jährigen Goldschmiedemeisters möglich. Seit 20 Jahren hat Stranzky hier sein Juwelenatelier mit der Adresse Bransel 12 und weist die Paare in die Kenntnisse jenes edlen Handwerks ein, das er seit 45 Jahren mit großem Erfolg ausübt. „Jeder kann es“, verspricht der in der Branche renommierte Goldschmied: „Ich bürge mit meinem Namen dafür, dass alle hier von den Brautleuten geschmiedeten Ringe mindestens jene Qualität aufweisen, wie sie bei professionell hergestellten und gekauften Ringen üblich ist.“

Rainer und Uta Stranzky begleiten den rund achtstündigen Entstehungsprozell mit meisterhaftem Können und herzlicher Betreuung. (Foto: wochenkurier)

Ein hoher Anspruch, den Stranzky an sich stellt, doch Eintragungen ins Gästebuch belegen, dass selbst motorisch eher unbeschlagene Heiratswillige in der Wohlfühlatmosphäre des idyllisch gelegenen Juwelenateliers meisterhafte Stücke zu schmieden in der Lage sind. Natürlich, weil Stranzky bei Bedarf immer wieder mit Rat und Tat zur Seite steht. Vom Entwurf bis zur Gravur begleitet Stranzky die Paare über sechs, acht oder noch mehr Stunden und hat sein Auge auf jedem einzelnen Arbeitsschritt.

Selbst mehrfarbige Ringe und komplizierte Formen entstehen unter Anleitung des besonnenen Experten. Als erstes wird das Material – Gelb-, Rot- Weißgold oder Platin – geschmolzen, gewalzt und zu einem Ring gebogen. , der dann auf dem Riegel rund geschmiedet wird und anschließend beim Feilen seine endgültige Form bekommt. Strahlende Augen leuchten schon vor der Vermählung, wenn die Ringe am Poliermotor ihren Glanz erhalten. Danach graviert sie ihm, und er ihr, Namen und Hochzeitsdatum oder etwas Persönliches auf die Innenseite des Partnerrings. Das kann jeder Laie auch ohne Vorkenntnisse und handwerkliches Geschick, denn der Meister schaut den frisch Verliebten ständig über die Schulter, damit ein perfektes Ringpaar entsteht.

So sehen glückliche Paare aus - die Brautleute strahlen mit den edlen Ringen um die Wette. (Foto: wochenkurier)

Für die unverwechselbare Atmosphäre im Juwelenatelier Stranzky, das, wie es eine Teilnehmerin treffend beschrieb, „Wellness für die Seele“ bietet, sorgt nicht zuletzt Uta Stranzky, die für den Mittagsimbiss sorgt und sich liebevoll um die Brautleute kümmert. „Hier geht niemand ohne fertige Ringe aus dem Haus“, sagt Rainer Stranzky, und seine Frau Uta ergänzt: „Im Anschluss an die Arbeit feiern wir den Erfolg mit einem Glas Sekt.“ Neben den Ringen erinnern übrigens auch zahlreiche Fotos, die während des Arbeitsprozesses aufgenommen und dem künftigen Ehepaar mit nach Hause gegeben werden. Die Ringe selbst landen in einem hübschen, romantisch gestalteten Kästchen, bevor sie vor dem Altar ihre eigentliche Bestimmung finden.

Termine für einen Trauring-Workshop können individuell vereinbart werden – auch für sonntags kann man diesen Workshop buchen“, weiß Rainer Stranzky um mögliche Terminengpässe bei jungen Liebenden. Er legt Wert darauf, dass die Paare ihre Ringe grundsätzlich allein und nicht mit anderen Heiratswilligen zusammen schmieden, denn „das ist ja ein ganz persönlicher Akt, den man nicht unbedingt mit anderen teilen möchte“.

Einzelheiten zum gemeinsamen Schmieden der Hochzeitsringe finden Interessenten auf der Homepage www.trauringe-selbst-arbeiten.de oder unter Ruf (02333) 792188.