Hagau lo gohn – mit zwei Zügen und großer Kirmes

Hagau lo gohn – mit zwei Zügen und großer Kirmes
Hagau lo gohn! Die Volmestadt lockt die Jecken in den kommenden Tagen nicht nur mit zwei Zügen an, sondern auch mit einer großen City-Kirmes. (Foto: Cluadia Eckhoff)

Hagen. Hagau lo gohn! Die Karnevalssession steuert in der Volmestadt auf ihren Höhepunkt zu. Außerdem dürfen sich die Hagenerinnen und Hagener auf einen Paukenschlag freuen – auf eine schöne Karnevalskirmes in der Innenstadt. Der Reihe nach:

Wieder zwei Züge

Am Rosensonntag, 3. März, wird Bezirksbürgermeister Heinz-Dieter Kohaupt um 13.30 Uhr den Amtsschlüssel auf dem Balkon des früheren Amtshauses Boele, Schwerter Straße, übergeben, bevor sich um 14.30 Uhr der närrische Karnevalszug von der Schwerter Straße aus in Bewegung setzen wird.

Und am Montag, 4. März, werden ebenfalls tausende kleine und große Jecken mit dabei sein, wenn der traditionelle Hagener Rosenmontagszug um 14 Uhr von der Frankfurter Straße aus durch die Innenstadt zieht. An der Bühne auf dem Friedrich-Ebert-Platz wird Oberbürgermeister Erik O. Schulz vorher gegen 13.30 Uhr endgültig den Stadtschlüssel abgeben und alle närrischen Geschäfte an Prinz Marvin II. und Prinzessin Sabrina II. übergeben.

Heiße Phase

Doch bevor die eigentlichen Höhepunkte erreicht sind, „spurten“ schon die „jecken Weiber“ los: Am morgigen Donnerstag eröffnen sie traditionell die „heiße Phase“ der Session. Einher geht Weiberfastnacht obendrein – erstmals seit „ewigen Zeiten“ wieder – mit einem anderen Großereignis: mit einer weit angelegten City-Karnevalskirmes.

Am Montag wurden bereits die Aufbauarbeiten gestartet. Schausteller-Boss Andreas Alexius: „Wir sind fast so groß wie der Weihnachtsmarkt, nur haben wir diesmal mehr Fahrgeschäfte mitgebracht.“ Außerdem bleibt der Adolf-Nassau-Platz ungenutzt.

Die Kirmes startet am morgigen Altweiberdonnerstag (28. Februar) und endet am Rosenmontag (4. März). Der Kernbereich ist am Ebert-Platz und rund um die Hohenzollernstraße zu finden. Alexius und seinen Mitstreitern ist es gelungen, echte Knüller an die Volme zu holen. Ein solcher Hit ist der „Fliegende Teppich 1001 Nacht“. Solche „Teppiche“ gibt es nur noch sehr selten in Deutschland – er wird dort stehen, wo in der Weihnachtszeit immer das Riesenrad lockt. Neben dem „Teppich“ wartet – vor der Volme-Galerie – der beliebte Autoscooter auf die Jecken, er dient auch als Bühne für die Zug-Ehrengäste am Rosenmontag. Hier findet zudem die Schlüsselübergabe statt. Direkt daneben hat der närrische Lindwurm noch genügend Platz, um sich seinen Weg gen Wehringhausen zu bahnen.

Familienfreundlich

Zahlreiche Buden und natürlich auch mehrere Kinderkarussells wurden zwischen Hohenzollernstraße und Konzertmuschel aufgebaut. Hier stehen „Air Race“ und „Break­dancer“. Im Fokus haben die Kirmesbetreiber vor allem die heimischen Familien. „Deswegen geht es nicht um ‚höher‘ oder „‚schneller‘, sondern darum, Großen wie Kleinen ein schönes Erlebnis zu bieten“, sagt Andreas Alexius.

„Die Kirmes war früher stets ein Fest im Herzen einer Stadt“, erläutert Schausteller Ricardo Arens, „mit der Karnevalskirmes kommen wir wieder zurück in die City.“ Der Höing sei für eine Karnevalskirmes ungeeignet – und auch die kleine Rosensonntagskirmes in Boele habe sich (leider) überlebt. Dergleichen gelte auch für die anderen kleinen Kirmesplätze in den Stadtteilen. In die Karnevalskirmes setzen die Schausteller große Hoffnungen. Bei der Premiere in diesem Jahr soll es natürlich nicht bleiben. „Es wäre schön, wenn sich eine Tradition entwickelt“, so Andreas Alexius. An Kirmesreigen wie an die über Jahrzehnte gewachsenen City-Spektakel in Soest oder Menden will er gar nicht erst denken. Denn er weiß: „Wir sind extrem wetterabhängig.“

Immer ab 12 Uhr

Fahrgeschäfte und Buden sind täglich zwischen 12 und 22 Uhr (bei großem Zuspruch auch etwas länger) geöffnet. Noch in der Nacht zu Veilchendienstag wird wieder abgebaut.