"Kinder stark machen"

    Berchum. Im Rahmen des Berchumer Dorffestes im Juni 2013 veranstaltete der TV Berchum 1885 einen Familienaktionstag unter dem Motto „Kinder stark machen“. Familien mit kleinen und großen Kindern waren in die Berchumer Turnhalle eingeladen, um am aufgebauten Erlebnisparcours teilzunehmen.

    Die Veranstaltung fand im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Kinder stark machen“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) statt, für die sich der TV Berchum seit geraumer Zeit ebenfalls engagiert. Sie richtet sich an Erwachsene, die Verantwortung für Kinder und Jugendliche tragen. Dabei nimmt der Vereinssport eine wichtige Rolle ein. Hier können die Kinder ihre sportlichen Fähigkeiten austesten und ein gesundes Verhältnis zu ihrem eigenen Körper entwicklen. Auf der einen Seite geht es natürlich auch um Siege und Erfolge, zudem aber lernen die Kinder, ihre eigenen Grenzen zu erfahren, Einsatzbereitschaft zu zeigen, mit anderen gemeinsam etwas zu tun und als Team für etwas zu kämpfen. Sie erfahren, was gegenseitiger Respekt bedeutet. Daraus kann sich eine starke Persönlichkeit entwickeln.

    Grundlagen für Suchtprobleme werden meist im Kindes- und Jugendalter gelegt. Deshalb sollen Kinder starkgemacht und aufgeklärt werden. Hier setzt die frühe substanzübergreifende Suchtvorbeugung an.

    Im Rahmen des Aktionstags hatten die Kinder die Möglichkeit an acht Stationen in der Halle, ihre Grenzen auszutesten und ihre Stärken zu zeigen. Aber auch der Spaßfaktor spielte bei der Gerätewahl eine große Rolle. Zielsicherheit war beim Dosenwerfen gefragt. Eine steil an der Sprossenwand aufgebaute Leiter oder Bank bis zur Spitze zu erklettern oder eine steil stehende Matte zu überwinden, war nicht nur für die Kleineren eine Herausforderung. Spannend wurde es an der Mattenstation, wo die Kinder das Handstand-„TÜV-Prüfsiegel“ bekommen konnten. „Es spielt keine Rolle, ob die Kinder es bereits schafften, rückwärts eine Wand bis zur Handstandstellung zu erreichen oder ob sie bereits den Handstand beherrschen und nun mit dem Gehen auf den Händen beginnen. Wichtig ist, dass die Stützkraft gegeben ist und sie nicht eher einen Kopfstand, als einen Handstand machen. Es geht auch darum den Kindern bewusst zu machen, was sie schon können und weiter erreichen können,“ so Christina Moers, die die Veranstaltung organisierte. Weitere Stationen wie die Slackline („Balancierseil“), ein Slalomparcours für das Einrad, dem Rollbrett oder verschiedenen Hüpfgeräten fanden ebenfalls großen Anklang.