Magerkost gegen KSC

    EN-Kreis/Bochum. (zico) Das sechste Spiel in Folge ohne eigenes Tor, folgerichtig natürlich auch eine ebenso lange Strecke ohne Sieg – am Ostersonntag bescherte der VfL Bochum den 10.311 Zuschauern im Rewirpowerstadion kein Überraschungsei. Das torlose Unentschieden gegen den Karlsruher SC erarbeitete sich ein VfL, der zwar engagiert, aber wenig überzeugend im Abschluss agierte und mit nun 32 Punkten weiter auf dem zehnten Tabellenplatz rangiert.

    Christoph Kramer hatte gleich eine gute Chance zur Führung, blieb jedoch nach nicht einmal einer Minute mit seinem Schuss in der Karlsruher Abwehr hängen. Beste Gelegenheiten für die Platzherren vergaben im ersten Durchgang auch Christoph Dabrowski, dessen Kopfball der Karlsruher Torwart Orlishausen zu einem Klassereflex zwang (22.), sowie U20-Nationalspieler Kramer, der aus kurzer Distanz abzog, aber am hinteren Torpfosten scheiterte (33.). So ging es mit 0:0 gegen eine harmlose Gästemannschaft in die Pause.

    Nach Wiederbeginn verlief das Spiel ausgeglichener. Einem ersten Versuch von Bochums Sinkiewicz, der Orlishausen aus 25 Metern prüfte (48.), folgte Karlsruhes erste Chance: Schlussmann Andreas Luthe musste gegen Pascal Groß sein ganzes Können aufbieten. Auch Lavric zwang Bochums Nummer eins mit einem Kopfball zu einer Glanztat.

    In der Schlussphase versuchten die Heimischen noch einmal alles, doch der eingewechselte Ginczek scheiterte mit seinem Kopfball nach einer Kopplin-Flanke (79.), Giovanni Federico setzte einen Freistoß übers Tor und Slawo Freiers Fernschuss lenkte Orlishausen abermals über den Kasten (89.). Nach der anschließenden Ecke kam noch Eyjólfsson zum Kopfball und prüfte den KSC-Keeper ein letztes Mal (90.). Der heiß ersehnte Siegtreffer fiel aber nicht mehr.

    „Wir haben in Hälfte eins ein ordentliches Spiel gemacht und uns gute Torgelegenheiten erarbeitet. Da tut es dann besonders weh, dass wir uns wieder nicht belohnen. Nichtsdestotrotz haben wir den Abstand nach unten gehalten und konzentrieren uns jetzt auf das schwere Spiel am Mittwoch“ kommentierte VfL-Trainer Andreas Bergmann das Geschehen. Beim Tabellenletzten auf dem Aachener Tivoli möchten die Gäste die letzten Zweifel an ihrer Zweitligazugehörigkeit in der nächsten Saison zerstreuen. Aachen zeigte sich jedoch beim jüngsten Auftritt in Ingolstadt etwas erholt und nahm aus Ingolstadt mit einem 3:3 einen Punkt mit.