Rabenschwarzer Tag für den VfL Bochum

    EN-Kreis/Bochum. (zico) Schwarzer Tag für den VfL Bochum: Mit 2:6 (1:2) ging das Auswärtsspiel bei der SpVgg Greuther Fürth verloren; zudem mussten Michael Delura und Mirkan Aydin mit schweren Verletzungen schon in der ersten Halbzeit das Spielfeld verlassen. Überdies sah Faton Toski die Ampelkarte – für die Bergmann-Truppe kam es im Gastspiel beim Aufstiegsaspiranten also knüppeldick!

    Dabei hatte es gut begonnen für die Bochumer, die zunächst sicher standen und Chancen heraus spielten. Eine dieser Szenen führte zur Gästeführung: Michael Delura gab die Kugel flach nach innen, wo Takashi Inui lauerte und aus kurzer Distanz zur Führung einschob (8.). Dann aber der erste Rückschlag: Nach einer harten Attacke verdrehte sich Delura das rechte Knie und musste ausgetauscht werden. Die spätere Diagnose lautete Kreuzbandriss und bedeutet ein halbes Jahr Pause für den Mittelfeldakteur.

    Kurz darauf fiel prompt der Ausgleich, denn Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah netzte Bernd Nehrigs Flanke zum 1:1 in die Bochumer Maschen ein (21.). Der Torschütze leistete sich zwei Minuten später ein ganz übles Foul, trat Mirkan Aydin von hinten um und kam mit der Gelben Karte erheblich glimpflicher davon als sein Opfer: Aydin erlitt einen Wadenbeinbruch, auch für ihn ist die Saison zu Ende! Und um die Pechserie fortzusetzen, unterlief Kevin Vogt in der 40. Minute völlig unbedrängt ein Eigentor. Dabei blieb es bis zur Pause.

    Nach dem Wechsel stellte Fürth früh die Weichen auf Sieg. Schröck setzte sich im Zweikampf gegen Maltritz durch, passte quer auf Asamoah, und der überwand Luthe zum 3:1 (50.). Edgar Prib erhöhte nach einer guten Stunde aus 16 Metern auf 4:1 (61.). Mit einer feinen Einzelleistung verkürzte Christoph Kramer zwar auf 2:4 (65.), doch schon zwei Minuten später war die kurzfristige Aufbruchstimmung wieder dahin, weil Faton Toski die Gelb-Rote Karte sah (67.). Auch Slawo Freier wird am Freitag gegen Dresden zusehen müssen, denn er kassierte die fünfte Gelbe Karte.

    Dani Schahin mit dem 5:2 (72.) und Bernd Nehrig per Foulelfmeter zum 6:2 (85.) komplettierten dann das halbe Dutzend für die Fürther. So endete für den VfL ein ganz bitterer Nachmittag.

    „Ein katastrophaler Samstag für uns, gleich in mehrerlei Hinsicht. Der Sieg der Fürther war insgesamt verdient, ist aber deutlich zu hoch ausgefallen“, kommentierte Bochums Trainer Andreas Bergmann die Partie. Der Übungsleiter wird nun für das Spiel gegen Dynamo Dresden am Freitagabend zahlreiche Umstellungen vornehmen und sein Team wieder aufrichten müssen, wenn die nächsten drei Zähler an der Castroper Straße verbleiben sollen.