Vorsicht beim Volltanken

    „Nicht alles durcheinander trinken“ – so lautet eine Erkenntnis der internationalen Katerforschung, wenn man die gefürchtete dicke Rübe am „Tag danach“ vermeiden möchte. Ein Rat, den sich gerade Straßenkarnevalisten vor dem Rosenmontagstreiben noch einmal deutlichst vergegenwärtigen sollten!

    Wie QuENgelbert darauf kommt?

    Nun, der rotnasige Federreiter wurde in den vergangenen Tagen auf seinen Terminfahrten im Auto durchgeschüttelt wie ein Abstinenzler beim Biss in die Tequila-Zitrone. Und konnte sich’s nicht erklären. So bald der QuENgler aufs Gas trat, vibrierte das Fahrzeug wie eine Waschmaschine im Schleudergang. Rollte er im Leerlauf, lief der Wagen ruhig – am Fahrwerk konnte es also nicht liegen. Zumal man kürzlich in der Werkstatt noch die Spur neu eingestellt hatte.

    Während QuEngelbert also noch rätselte und munter weiter vibrierte, erschien in einer Zeitung außerhalb des Kreisgebietes ein höchst interessanter Artikel. Titel: „Nicht normal: Diesel fließt in Super-Tank“. Er handelte von einer Tankstelle, bei der ein Treibstoff-Lieferant zunächst irrtümlich 560 Liter Diesel und dann 30.0000 Liter Super hatte. Eigentlich gehörte natürlich nur der Super-Kraftstoff in den Vorratstank. Infolge des Irrtums hätten nun die Autos von 150 Kunden sozusagen Schüttelfrost.

    Als QuENgelbert den Artikel las, fiel es ihm wie Schuppen von den Augen, denn er hatte am Tag des Malheurs an besagter Tankstelle Treibstoff gezapft. Und in seiner Werkstatt bestätigte man dem Federreiter, dass sich in der Tat Dieselspuren im Treibstoff befanden. Die Kerzen wurden gewechselt, der Tankbehälter gereinigt, und nun läuft der kleine, rote QuENgelflitzer wieder rund. Die Versicherung der Tankstelle wird nun für die Reparaturkosten aufkommen.

    Aus dieser kleinen Geschichte können alle Faschingszecher etwas lernen: Nicht alles durcheinander mixen, sonst schüttelt es einen spätestens am nächsten Tag, dass die Heide wackelt. Und wenn man auch am Vortage die Lampe an hatte, bringt ein Kerzenwechsel dem menschlichen Organismus in solchen Fällen leider keinerlei Abhilfe.

    Einen schönen Rosenmontag wünscht in diesem Sinne allen Jecken