Alexandra und die harten Kerle

Aus den Händen von Diethelm Hellwig, Präsident der Ka-Ge Grün-Weiß Gevelsberg, empfing Alexandra Popp Mütze, Urkunde und Medaille. (Foto: Stefan Scheler)

Gevelsberg. (Sche) „Du hast viele Ehrungen für deine sportlichen Erfolge erhalten“, fasste Stadtbrandmeister Rüdiger Schäfer die Karriere von Fußball-Nationalspielerin Alexandra Popp zusammen, die die ausrichtende Ka-Ge Grün-Weiß Gevelsberg vor wenigen Tagen in der Aula des Schulzentrums Alte Geer zur Trägerin der „Närrischen Mütze 2012“ ernannte: „Heute bekommst Du noch eine ganz wichtige Medaille dazu. Die wollen wir nach dem erfolgreichen Endspiel der WM 2015 neben der Goldmedaille auf dem Podest sehen.“

Mit launigem Humor erfreute der Chef der Gevelsberger Feuerwehr die rund 150 Gäste im Saal, als er beim Einzug zu „Hells Bells“ von AC/DC als beinharter Fußballer mit Feuerwehr-Kollegen „Dienstsport“ betrieb, ein Fußballspiel, an dem dann auch die heimische Ausnahme-Kickerin teilnehmen musste, bevor sie aus den Händen von Ka-Ge Grün-Weiß-Präsident Diethelm Hellwig Mütze, Urkunde und Medaille erhielt. Vorher hatte Rüdiger Schäfer noch einen lockeren Spruch zu Ehren seiner Brandbekämpfer hören lassen: „Gott wollte Steine in Feuerwehrleute verwandeln. Die Felsen lehnten mit den Worten ab: ,Dafür sind wir nicht hart genug’.“

Prinz Marc I. kam mit Prinzessin Jeanette I. sowie Christian Hasenburg und Dunja Olschewski als Begleitung zum Narrenabend. (Foto: Stefan Scheler)

Stehende Ovationen gab es, als Prinz Marc I. und Prinzessin Jeanette I. in die Aula Einzug hielten. Die Ehrengäste, darunter der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium Dr. Ralf Brauksiepe, Landtagsabgeordneter Hubertus Kramer, Bürgermeister Claus Jacobi, Altbürgermeister Dr. Klaus Solmecke, Bürgermeister-Stellvertreter Axel Mertins und viele bekannte Persönlichkeiten aus dem Leben der Engelbertstadt genossen einen bunten Abend mit fast rheinischem Karnevalsflair und schmissiger Unterhaltung. Im Schauprogramm begeisterte alle eine Formation aus der Nachbarstadt Hagen. Die jungen Damen der Tanzsportgarde Vorhalle demonstrierten zur Begeisterung des Publikums, dass es in diesem Teil der Volmestadt nicht nur einen imposanten Güterbahnhof gibt, sondern auch hübsche Mädchen, die hervorragend das Tanzbein schwingen können, sowohl im Funkenmariechen-Kostüm als auch in irischer Kluft zum „Riverdance“. Richtig zünftige Karnevalsmusik steuerte gewohnt mitreißend die Spielleutevereinigung Gevelsberg bei.

Aus der Nachbarstadt Schwelm war eine große Abordnung der Nachbarschaft Zur alten Post erschienen. Die „Postler“ unterhalten enge Beziehungen zur Gevelsberger Kirmesgruppe Berge, die wiederum viele Mitglieder der Ka-Ge Grün-Weiß Gevelsberg stellt. Bunt kostümiert trugen die Nachbarn aus der Kreisstadt entscheidend zur fröhlichen Atmosphäre des Abends bei. Das waren jedoch nicht die einzigen anwesenden Heimatfreunde von der Schwelme. Die „Drei Tenöre“ der Brunner Nohberschaft griffen einen Kirmesabend-Beitrag der KG Mühlenhämmer von einem der vergangenen Kirmesabende auf und trugen in abenteuerlichen Verrenkungen ihr Liedgut vor.

Bürgermeister Claus Jacobi, Landtagsabgeordneter Hubertus Kramer, „Kirmesschrammel“ Günter Dabruck und Altbürgermeister Dr. Klaus Solmecke (von links) genossen die „Närrische Mütze“. (Foto: Stefan Scheler)

Als „These Nummer fünf“ der Gevelsberger Prinzenproklamation hatten Claus Jacobi, Hubertus Kramer und Werner Tasbier noch einen Programmpunkt zur „Närrischen Mütze“ beizusteuern. Den terminlich verhinderten „Modezar“ Tasbier vertrat „Kirmesschrammel“ Günter Dabruck, der das tat, was er laut Bürgermeister Claus Jacobi am besten kann: Singen und Gitarre spielen. Als echtes Stimmungslied trug er die von ihm und Klaus Furmanek komponierte „Hymne der Grün-Weißen“ vor, bei der sich alle Anwesenden von den Sitzen erhoben und den Vortragenden anschließend mit einem vielstimmigen „Gelau“ verabschiedeten.

Der Wuppertaler Partysänger Tim Berger rundete das abwechslungsreiche Programm, das die gut zwei Stunden wie im Flug vergehen ließ, mit mitreißenden Hits ab, auf welche die mutigsten „Mützengäste“ mit spontanen Tanzeinlagen vor der Bühne reagierten. Nach dem offiziellen Teil feierte man noch lange, ehe es wieder in die eiskalte Nacht hinausging. Aber aus dieser kam zumindest das Bier immer gut gekühlt von draußen herein.