Ein halbes Leben für die Stadt Schwelm

Bürgermeisterin Gabriele Grollmann wünschte Joachim Borggräfe (2.v.r.) eine „schöne Zeit jenseits der Arbeit, dazu Gesundheit und immer wieder anregende Aufgaben“. Herzlich verabschiedeten sich auch Schwelms Beigeordneter Ralf Schweinsberg, Kämmerin Marion Mollenkott, Anja Riemann (stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Zentraler Service), Personalratsvorsitzende Christiane Rath und zahlreiche Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung. (Foto: Stadtverwaltung Schwelm / Heike Rudolph)

Schwelm. (Red.) Als Joa­chim Borggräfe am Mittwoch, 21. Februar, von der Arbeit nach Haus ging, schloss der 63-Jährige ein langes berufliches Kapitel ab. 37 von insgesamt 49 Berufsjahren und damit über die Hälfte seines Lebens hat Borggräfe für die Stadt Schwelm gearbeitet.

Kein Wunder, dass die Kolleginnen und Kollegen den Neu-Rentner nur schweren Herzens gehen ließen.

Zuerst bei Bilstein

Der gelernte Einzelhandelskaufmann arbeitete sieben Jahre bei dem Ennepetaler Unternehmen August Bilstein, ehe er im Februar 1981 zur Stadtverwaltung Schwelm wechselte.

Dort versah er zunächst den Postdienst und übernahm dann die Aufgabe als zweiter städtischer Fahrer. Auch wenn der Fahrerpool später aufgelöst wurde und der Verwaltungsvorstand schon seit Jahren mit Privatwagen zu Terminen fährt, bleiben für den täglichen Post- bzw. Transportdienst zwischen den Verwaltungsgebäuden und Außenstellen zahlreiche Touren zu bewältigen.

Ob Stadtdirektor und später Bürgermeister/in: Joachim Borggräfe hat sie alle zu vielen Einsatzorten gefahren, z.B. rund um das jährliche Heimatfest. Verlässlichkeit ist eine der vielen Stärken von Joachim Borggräfe, der zudem – im Wechsel mit anderen Kollegen – den vielfältigen Dienst in den Zentralen Diensten versah, nämlich die Arbeit in der Poststelle und in der Telefonzentrale. Ein Schwergewicht seiner Aufgaben lag in der Hausdruckerei und im Herrichten des Ratssaales für Sitzungen, offizielle Festakte, den Neubürgerempfang u.v.m.

In 37 Jahren war er bei jeder Kommunal-, Landtags-, Bundestags- und Europawahl dabei, wenn die Wahlurnen in die Wahllokale transportiert und von dort wieder zurückgeholt werden mussten. Dem bekannten städtischen Mitarbeiter oblagen zudem die Aufgaben rund um die städtischen Fahrzeuge, wie Reinigung, Reparatur, TÜV u.v.a.

Joachim Borggräfe ist verheiratet und Vater eines Sohnes und einer Tochter. Legendär ist seine jahrzehntealte „Ente“ (ein Citroën 2CV), mit der er auch bei Eis und Schnee früh morgens zur Arbeit fuhr.