Gevelsberg: Verkaufsoffen und Martinsmarkt

„Laterne, Laterne“ – für den Martinsmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag am 11. November in Gevelsberg warben jetzt Vertreter von Pro City Gevelsberg, Stadtverwaltung, Sparkasse Gevelsberg und AVU. (Foto: A. Schneider)

Gevelsberg. (as/Red.) „Erfrischend anders“ steht unter dem Schriftzug der „City Gevelsberg“. Erfrischend anders präsentiert sich die Stadt auch, wenn es um einen verkaufsoffenen Sonntag geht, selbst wenn dieser verkaufsoffene Sonntag in den Gevelsberger Martinsmarkt eingebettet ist. „Pro City hat ernst gemacht mit der Forderung, dass ein verkaufsoffener Sonntag mehr als Kommerz bedeutet“, sagt Bürgermeister Claus Jacobi.

Natürlich sollen auch am Sonntag, 11. November 2012, die Kassen klingeln, wenn die Einzelhändler ihre Geschäfte von 13 bis 18 Uhr öffnen. Doch gleichzeitig bieten sie zum Gevelsberger Martinsmarkt noch viel mehr: Etwa 30 Geschäfte stellen Ausstellungsflächen zur Verfügung. Sie präsentieren insgesamt 300 Bilder von Gevelsberger Kindern und Jugendlichen. Gemalt wurden sie zum Thema „Kinder aus allen Ländern – zu Hause in Gevelsberg“. Die jungen Menschen haben sich an der Aktion für Zivilcourage und gegen rechte Gewalt beteiligt. Worte des Respekts gibt’s für die Kinder, aber auch für die ausstellenden Einzelhändler vom Bürgermeister: „Hier werden Bilder gezeigt für ein friedliches und respektvolles Miteinander“, sagt Claus Jacobi. Gibt es etwas Eindringlicheres und Schöneres am Martinstag? Claus Jacobi: „Zum Teilen des Mantels gehört das Teilen von Respekt.“

Besinnliches Betrachten, aber auch fröhliches Bummeln gehören gleichsam zum Gevelsberger Martinsmarkt. Kunst- und Kreativstände locken in die Fußgängerzone. Verkehrsfreies Schlendern ist möglich auf der autofreien Mittelstraße. Sie wird zwischen Wittener und Haßlinghauser Straße ab Sonntag vormittag bis in den Abend hinein für den Autoverkehr gesperrt. „Die Menschen freuen sich, den Boulevard viermal im Jahr autofrei zu erleben“, sagt Bürgermeister Claus Jacobi. „Es ist etwas Besonderes. Und es soll etwas Besonderes für besondere Tage bleiben.“

Nein, hier geht’s nicht um Mode, nur um die Accessoires: Ihre selbst gebastelten Laternen dürfen Kinder am Sonntag beim Martinsmarkt in der Gevelsberger Fußgängerzone auf einem Laufsteg präsentierten. (Foto: Pro City Gevelsberg)

Nach Gevelsberg kann man gut kommen

Doch zurück zum kunsthandwerklichen Martinsmarkt in der Fußgängerzone. Citymanager Frank Manfrahs ist mehr als zufrieden über die Entwicklung der vergangenen Jahre: „Der Anfang war zwar schleppend“, bilanziert er. „Doch mittlerweile sagen die Händler, ’nach Gevelsberg kann man gut kommen’.“

Ganz in der Nähe des Kunst- und Handwerkermarkts, nämlich am Ende der Fußgängerzone in Höhe Rosengarten, wird der Laternenlaufsteg installiert. Hier können Kinder ab 16 Uhr ihre selbst gebastelten Laternen präsentieren. Um auf die Laternen-Schau einzustimmen, gibt es bereits ab 15 Uhr um den Laufsteg herum ein Kinderprogramm mit Stelzenläufern.

Etwa eine dreiviertel Stunde ist für die Laufsteg-Laternen-Präsentation vorgesehen. Gegen 16.45 Uhr ziehen die Kinder mit ihren Laternen durch die Stadt zum Buteraplatz vor der VHS. Dort gibt’s für alle Laternen-Kinder, die an der Laufsteg-Aktion teilgenommen haben, ein kleines Präsent.

Wer mag, kann gleich dort bleiben. Am Buteraplatz wird nämlich im Rahmen des Open-Air-Kinderkinos ab 17.30 Uhr auf einer Großbild-Leinwand der Film „Die Reise der Pinguine“ gezeigt. Der Eintritt hierzu ist frei. Das Filmereignis läuft im Rahmen der Aktion „Junges EN“ und wird von der AVU gesponsort.

Reichlich los ist auch auf dem Sprottauer Platz. Wie schon bei den vergangenen Pro-City-Veranstaltungen lockt hier eine kleine Kulturbühne. Die Musikschule will ihre Zuhörerinnen und Zuhörer verzaubern. Mitmachen ist ebenfalls Trumpf. Nikolas Geschwill animiert um 13.30 und um 16 Uhr die Passanten mit seiner Aktion „Drum Circle“, kräftig auf die Trommeln zu hauen. 30 bis 80 Trommler und natürlich auch Trommlerinnen können auf diese Weise gleichzeitig ein faszinierendes Klangbild erzeugen. Allerdings nur, wenn es trocken bleibt. Bei Regen muss das Trommeln entfallen.

Klanggeschichten und Drehorgel

Heike Siebert erzählt von 14 bis 15 Uhr auf der Bühne auf dem Sprottauer Platz Klanggeschichten. Natürlich gibt’s auch weiterhin viel Musik zum Hören und Staunen. Wie fast immer ist am verkaufsoffenen Sonntag auch Drehorgelspieler Uli Rosteck dabei und unterhält die Besucher der Innenstadt mit bekannten Melodien.

Viele, viele Programmpunkte locken in die Stadt. Dieser Martinsmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag unterstreicht wieder einmal, dass Gevelsberg tatsächlich „erfrischend anders“ ist. Die Stadt sprüht vor Energie. Klaus Bruder, Marketingleiter der AVU, muss schmunzeln. Er begreift die AVU ohnehin als Energieversorger in vielerlei Hinsicht. Natürlich kommt der Stom von der AVU. Aber eben auch ein großer Teil der Stärke, also der Energie dieser Stadt. „Wir verstehen uns als Begleiter der Lebensqualität“, sagt Klaus Bruder. Für ihn ist es geradezu eine Selbstverständlichkeit, dass die AVU auch den Gevelsberger Martinsmarkt unterstützt – und dem Leben in der Stadt neue, energische Impulse gibt.