„Microclocks“ haben viele Pläne

Räumte beim Deutschen Rock- und Pop-Preis groß ab und schmiedet nun neue Pläne: Die heimische Band „Microclocks“. (Foto: Privat)

EN-Kreis. (zico) Jetzt starten sie so richtig durch, die „Microclocks“: Vor einigen Monaten noch als Geheimtipp im wochenkurier gepriesen, lassen sich mittlerweile sogar Größen wie Udo Lindenberg den Sound der heimischen Band in den Gehörmuscheln zergehen. Der „Dino“ des Deutschrock sitzt nämlich im Kuratorium des renommierten Deutschen Rock- und Pop-Preises, der zum Jahresende in seiner 28. Auflage in Wiesbaden neue Besitzer fand. Ausbeute für die „Microclocks“, die live auftraten und voll überzeugten: Der erste Platz in der Kategorie „bestes Video“ und darüber hinaus ausgezeichnet in der Kategorie „Bestes Album“! Klar, dass die Begeisterung für diese Erhebung in den musikalischen Adelsstand groß bei Fans und Bandmitgliedern war. Überglücklich kehrte man aus der Rhein-Main-Halle in den tiefen Westen zurück.

Doch auf dem Lorbeer wollen sich die Jungs nicht ausruhen! Emsig bastelt man an einer neuen Scheibe, die dem erfolgreichen Album „Stars from diffuse matter“ folgen soll. „Wir haben viel Material aufgenommen, das nun gemastert wird. Es erscheint zwar erst im Juni und wird im Ruhrgebiet offiziell vorgestellt, aber ich kann jetzt schon sagen: „,Microclocks’ sind noch rockiger geworden“, erklärt der ShapeShifter, Gitarrist und Stimmungsmacher im Kreis der Musiker. Sänger und Haupttexter J.T. war vor Jahren auch Gründer des Projekts „Microclocks“, während Stevie Jay in die Tasten haut. Der gläubige Keyboarder hat für seine Mitstreiter immer gern einen guten Rat auf Lager.

Klar, dass es auch ein neues Video geben wird nach dem Erfolg des Stars-from-diffuse-matter-Streifen, der innovativ, kreativ und unterhaltsam rüberkam. Allerdings müssen erst einmal neue Mitstreiter her, denn nach künstlerischen Differenzen haben Drummer und Bassist die Band verlassen. Zu dritt ist man derzeit doch ein wenig arg „micro“. Doch davon lässt sich ShapeShifter in seinem Enthusiasmus nicht bremsen: „2010 war ein tolles Jahr für uns, mit viel Medienpräsenz bei 1live, WDR2 und anderen. Man kann schon fast sagen, zwischen Bayern bis hinauf nach Hamburg hat man Microclocks gespielt.“

Auftritte haben die heimischen Künstler aber nicht nur auf der Bühne, sondern neuerdings auch auf Facebook und Myspace. Klar, an einigem wird noch gebastelt – das Marketing läuft in Eigenregie, und auch ein Plattenlabel strebt die Formation an. Derzeit müssen die Fans noch auf Itunes oder Amazon ausweichen. Aber wer weiß – vielleicht hört sich der große Udo Lindenberg die neue Scheibe ja mit Begeisterung an – Kontakte hätte er gewiss…