Rundgang durchs 125 Jahre alte Gevelsberg

Mit seiner Rollei ist Peter Dahms oft in Gevelsberg unterwegs, um schöne Aufnahmen seiner Stadt festzuhalten. (Foto: Frank Schmidt)

Gevelsberg. Peter Dahms geht gern mit seiner Rollei durch seine Stadt, denn er ist Fotograf aus Leidenschaft. Und was lag da näher, als dieser Stadt Gevelsberg zumn 125. Geburtstag ein Geschenk zu machen?

Die Idee zu dem Werk, welches Dahms nun pünktlich zum Jubiläum veröffentlich – am 1. Februar 1886 wurde Gevelsberg selbstständig und damit zu dem Gemeinwesen, das Mitbürger nun schon seit Generationen stolz ihre Heimatstadt nennen stammt freilich nicht von ihm selbst. Susanne Schumacher, Inhaberin der Buchhandlung Appelt, war es, die den Fotografen animierte, seine Streifzüge für ein breiteres Publikum zu veröffentlichen. Als er ihr seine Idee unterbreitete, Postklarten zu veröffentlichen, unterbreitete sie ihm die Idee, doch einen Bildband daraus zu machen. Und bei der Stadt Gevelsberg, bei der er sich um eine Denkmalliste bemühte, wies man ihn auf das Stadtjubiläum hin: „Machen sie doch statt 100 gleich 125 Aufnahmen. Und so geschah es – vorbei an Denkmälern, durch träumerische Landschaften hin zu Motiven der pulsierenden, lebendigen Stadt gibt der Fotograf nun in seinem Bildband seine tiefe Verbundenheit mit Gevelsberg preis.

„Gevelsberg ist voll von interessanten Motiven. Deshalb waren dem zurückhaltenden und doch so empathischen Rentner 125 aktuelle Farbfotos möglich, die im Wesentlichen Gevelsberger Baudenkmäler abbilden. Enthalten sind aber auch Motive des Feierns, der Besinnung und der Naturschönheit.

Auch den alten „Rathskeller“ hat Peter Dahms in seinem Jubiläumsbuch „125 Jahre Stadt Gevelsberg“ festgehalten. (Foto: Frank Schmidt)

„Gevelsberg ist eine „Engelbert-Stadt“: Erzbischof Engelbert von Köln wurde am 7. November 1225 im Hohlweg erschlagen. Ursache war der Machtkonflikt mit dem Grafen Friedrich von Isenberg, der in Köln für diese Tat auf grausame Weise hingerichtet wurde. Ob Mord oder Unfall ist zwar nicht einwandfrei zu klären, jedoch ist Engelbert allgegenwärtig: Engelbert-Denkmal, Engelbert-Kirche, Engelbert-Tunnel, Engelbertweg, Engelbert-Apotheke. Auch in diesem Bildband erscheint der Name mehrfach“, berichtet Dahms. Bei seinen Recherchen half ihm vor allem Stadtarchivar Detlef Raufelder, der ihn freilich nicht vor enttäuschenden, aber auch schönen Erlebnissen bewahrte.

So musste Peter Dahms feststellen, dass es Dinge gibt, die einfach nicht zu finden sind – etwa das Haus “Am Linnerhoff 7“, das er nicht aufspüren konnte. Fündig wurde er dagegen bei ABC, an der Kölner Straße 64, genauer an der Seufzerallee, wo Peter Dahms doch noch die verheißenene Schleifsteine fand. „Ohne die Mithilfe vieler Gevelsberger Bürger wären manche schönen Aufnahmen nicht entstanden. Mein Dank gilt aber auch dem Märkischen Museum, besonders Tanja Murczak, für die überlassenen Aufnahmen des Erzbischofs Engelbert, sowie Margit Hieber von der Stadt Gevelsberg, die bei der unteren Denkmalbehörde arbeitet. Ihre Hinweise haben mir weiter geholfen“, so der Fotograf.

„Auf manchen Bildern erkennt man Dinge, die einem vorher nie aufgefallen sind. Gehen Sie mit auf eine Reise quer durch die Stadt Gevelsberg mit ihren mehr als 32.000 Einwohnern“, lädt Peter Dahms ein. Sein Buch „125 Jahre Stadt Gevelsberg“ ist in einer Auflage von 1.000 Exemplaren erschienen und zum Preis von 14.95 Euro bei der Buchhandlung Appelt, Mittelstraße 76 in Gevelsberg, erhältlich.