Spannende Mischung: Leo-Theater im Ibach-Haus angekommen

[1/2] In der kommenden Spielzeit gibt es im Ibach-Haus neben Premieren und Gastspielen auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten. So ist auch Ekel Alfred in „Ein Herz und eine Seele“ wieder im Leo-Theater zu sehen. (Foto: Leo-Theater) [2/2] Im Musical „Thr

[1/2] In der kommenden Spielzeit gibt es im Ibach-Haus neben Premieren und Gastspielen auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten. So ist auch Ekel Alfred in „Ein Herz und eine Seele“ wieder im Leo-Theater zu sehen. (Foto: Leo-Theater) [2/2] Im Musical „Thr

Schwelm. „Wir sind in Schwelm angekommen, freuen uns, die Entscheidung mit dem Umzug nach Schwelm zur rechten Zeit getroffen zu haben“, erklären Marc Neumeis­ter und Andreas Winkelsträter vom Leo-Theater im Ibach-Haus nach 100 Tagen in der Kreisstadt.
Allerdings bleibt kaum Zeit, sich mal auszuruhen. Denn der neue Spielplan bis Ende Januar ist online, drei Premieren stehen in der Zeit an und jede Menge Vorstellungen. Drei interessante Gastspiele sind im Ibach-Haus an der Wilhelmstraße 41 zu sehen, weitere werden folgen. Ab sofort können die Zuschauer buchen, online oder direkt im AVU-Treffpunkt in Schwelm an der Bahnhofstraße 3.
Abwechslungsreich und spannend
„Es ist eine abwechslungsreiche und spannende Mischung, die wir unseren Gästen auch im nächsten Vierteljahr anbieten“, blickt Marc Neumeister, Künstlerischer Leiter des Leo-Theaters in die Zukunft. Dabei stehen neben den Klassikern und bestens nachgefragten Inszenierungen die nächsten Premieren ganz besonders im Fokus: „Der Vorname“ (28. Oktober), „Diskretion Ehrensache“ (2. Dezember) und „Männerabend“ (13. Januar).
Ganz besonders freut sich das Ensemble auf die Wiederaufnahme von „Meister Eder und sein Pumuckl“ (14. Dezember, 15 Uhr, und 17. Dezember, 11 Uhr), eine Inszenierung für Kinder und jung gebliebene Erwachsene. Hier haben auch Schulklassen und Kindergärten die Möglichkeit, Vormittagsvorstellungen zu buchen, und zwar am 13. Dezember, 9 und 12 Uhr. Das sei in Ennepetal hervorragend angenommen worden.
Alte Bekannte auf der Bühne
Natürlich stehen weiterhin „Ein Herz und eine Seele“ (12.11., 11 Uhr und 15 Uhr; 25. und 26. Januar, jeweils 20 Uhr), „Aufguss“ (5.11., 11 Uhr, sowie 17.12., 15 Uhr) „Trennung für Feiglinge“ (9.11., 20 Uhr; 18.12., 20 Uhr) oder auch „Das perfekte Desaster-Dinner“ (19.11., 11 Uhr und 15 Uhr; 11.1. und 12.1., jeweils 20 Uhr) auf dem Spielplan des LEO-Theaters. „Ein Dauerbrenner ist zweifelsohne Loriot auf unserem Spielplan“, erklärt der Künstlerische Leiter des LEO-Theaters.
Vor zwei Jahren habe man das Programm mit den Sketchen von Vicco von Bülow komplett überarbeitet. Jetzt plane man eine abermalige Runderneuerung für die kommende Spielzeit. „Am vergangenen Sonntag waren wir ausverkauft. Das zeigt, dass die Nachfrage ungebrochen ist.“ Im November (23.11.) und kurz vor Weihnachten (23.12.) zeigt das LEO den Klassiker.
Gäste im Ibach-Haus
In den nächsten Tagen präsentiert das Theater noch zwei Gastspiele. Zum ersten Mal gastiert Dario Weberg vom Theater an der Volme Hagen in Schwelm. Er bringt seine Hommage an Frank Sinatra mit dem Titel „Frank!“ auf die Bühne.
Und am 20. und 21. Oktober gibt es dann das außergewöhnliche Musical „Thrill Me“. Es beruht auf einer wahren Begebenheit, feierte am Londoner Westend große Erfolge. Es spielt im Jahre 1924.
Nathan Leopold und Richard Loeb, zwei gelangweilte Jurastudenten aus wohlbehütetem Elternhaus, sind ständig auf der Suche nach dem besonderen Kick. Und als ihnen Einbrüche und Brandstiftungen nicht mehr ausreichen, beschließen sie, ein Kind zu ermorden.
Ein aus dem Kino und dem TV bekanntes Stück bietet man dem Publikum als Gastspiel am Freitag, 17. November, 20 Uhr: „Extremities“ – den meisten Zuschauern in der Kino-­Fassung mit Farrah Fawcett bekannt. „Extremities“ ist eine Arbeit von Schülern des siebten Semesters der „Arturo Schauspielschule Köln“ unter der Regie von Markus Haase.
Der Inhalt: Ein Mann ist in einer dreiköpfigen Frauen-WG gefesselt, hat eine der Frauen vergewaltigt. Zwischen den Frauen entzündet sich ein existenzieller Streit auf dem Minenfeld von Gewalt, Rache und Selbstjustiz. Ein Hammer liegt zwischen Marjorie, Patricia und Terry und die Situation droht zu eskalieren.
Richtiger Schritt zu richtiger Zeit
Der Schritt, das Haus Ennepetal zu verlassen und nach Schwelm zu ziehen, sei die richtige Entscheidung zur richtigen Zeit gewesen. Der Start in Schwelm sei sehr gut verlaufen. „Nun liegt es an uns, auf dem Erreichten aufzubauen und hoffentlich die Besucherzahlen weiter auszubauen“, betont Leo-Geschäftsführer Andreas Winkelsträter.
Genau 35 Veranstaltungen habe man seit dem 1. Juli auf die Bühne gebracht. Der Zuspruch der Besucher zeige, dass man mit der Auswahl an Klassikern und aktuellen Komödien wie „Aufguss“ oder „Trennung für Feiglinge“ richtig liege.
Mehr Zuspruch wünschen sich die Verantwortlichen für die Gastspiele. „‚Der Mantel‘ vom Kammertheater Smolensk war eine überragende Inszenierung, die von Besuchern und Kritikern gleichermaßen gelobt wurde“, so Andreas Winkelsträter. Noch bringe jedoch kaum jemand das Leo-Theater in Verbindung mit einem solchen Tanzspektakel wie der russischen Inszenierung oder der Weltmusikreihe mit Ausnahmemusikerinnen wie Rosani Reis oder Lily Dahab.
„Es muss sich erst herumsprechen, dass wir bei den Gastspielen eine sehr hohe Qualität bieten, zum Teil außergewöhnliche Projekte wie ,Extremities‘ oder ,Thrill Me‘.“
Schwelmer lösen Wuppertaler ab
Und ganz langsam haben sich die Schwelmer beim Ticketkauf auch auf Platz 1 geschoben (27 Prozent). Sie haben den bisherigen Spitzenreiter Wuppertal (25 Prozent) hauchdünn auf den zweiten Platz verdrängt. Danach folgen Ennepetal mit 10 Prozent, Sprock­hövel 7 Prozent und Gevelsberg mit 6 Prozent.
„Was uns aufgefallen ist: Man redet in Schwelm über das Leo-Theater, es hat ein sehr positives Image“, so Marc Neumeister. „wir erfahren viel Lob für die Qualität der Inszenierungen, aber auch für den Service rund um die Vorstellungen und das Ambiente im Ibach-Haus.“
Und das nicht nur von den Besuchern, die live vor Ort im Theater sind, sondern auch von vielen Facebook-Usern. „Was sich immer noch hartnäckig hält, ist das Gerücht, wir vermieten nicht mehr für private Feiern das Ibach-Haus“, sagt Winkelsträter. „Das stimmt einfach nicht. Wir hatten schon Anmietungen für Hochzeiten und Geburtstage, bieten den hochkarätigen Veranstaltungen der Kulturfabrik oder auch dem Adventival, L.A. Session, der Awo-Ehrenamtsgala sowie der Skiclubparty Raum.“
Und im Gegensatz zu früher könne man nun seinen Geburtstag, die Silber- oder Goldhochzeit sogar bei einem Theaterstück feiern. Von der bloßen Raumanmietung für Feiern und Tagungen bis zum Service mit Getränken und Büffet sei alles möglich im Leo-Theater im Ibach-Haus.