Von „Max“ bis Buchenwald-Besuch

Alle Bedachten freuten sich mit dem Sparkassen-Vorstand über die für viele gute Zwecke zu verwendenden Zuwendungen aus den Spenden. (Foto: Stefan Scheler)
Alle Bedachten freuten sich mit dem Sparkassen-Vorstand über die für viele gute Zwecke zu verwendenden Zuwendungen aus den Spenden. (Foto: Stefan Scheler)

Schwelm. (Sche) „Ich danke Ihnen für die von ihren Vereinen geleistete Arbeit“, richtete Lothar Feldmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Schwelm, bei der Verteilung von Spenden in der Hauptstelle des Geldinstituts vor wenigen Tagen das Wort an die Vertreter der bedachten Institutionen: „Wir haben für Ihre Anliegen immer ein offenes Ohr und werden Ihnen auch in Zukunft mit finanziellen Zuwendungen zur Seite stehen.“

Stolze 200.000 Euro verteilte die Sparkasse Schwelm für den guten Zweck – 40.000 Euro stammen aus der Sparlotterie, 160.000 Euro aus Gewinnrücklagen. Als kommunales Geldinstitut sieht sich die Sparkasse ihrer Stadt besonders verbunden und fördert mit dem Geld gute Zwecke. So können gemeinnützige Organisationen die Kosten für einen bunten Reigen an Vorhaben für das allgemeine Wohlergehen, besonders zu Gunsten der Jugend, tragen. Dafür bedankten sich die Vertreter der Vereine, Gruppen und Institutionen in kurzen Ansprachen beim Vorstand der Sparkasse Schwelm, vertreten von Lothar Feldmann und Michael Lindermann. Und sie vergaßen auch nicht, die Verwendung der Gelder zu erläutern.

Pferd Max

Zum Beispiel erzählte Ingrid Hillers, Leiterin der Intensivwohngruppe für die Sozialtherapeutische Kinder- und Jugendarbeit (SKJ), dass man, um das seelische Wohl der Schützlinge zu verbessern, ein kreuzbraves Pferd für das therapeutische Reiten angeschafft habe. Die Patenschaft für das edle Ross namens “Max“ übernimmt die Sparkasse, was sogar in einer Urkunde verbrieft ist. Bedrückendere Projekte sind der Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers in Buchenwald, den sich die Aktion “Stolpersteine“ des Märkischen Gymnasiums Schwelm vorgenommen hat. Auch die Kosten für diese Reise des Erinnerns an eine dunkle Vergangenheit können mit einer Spende aus dem Topf der Sparkasse bezahlt werden.

Viele Schulen bedacht

Die Fördervereine und Kollegien weiterer Schwelmer Schulen zeigen ebenfalls Einfallsreichtum beim Einsatz des Geldsegens. Die Dietrich Bonhoeffer-Realschule kümmert sich – wie auch die Gustav Heinemann-Schule – neben sonstigen Aufgaben um die Berufsorientierung in den Abschlussklassen. Die Pestalozzischule legt einen Schwerpunkt auf die Gewaltprävention, die Grundschule Westfalendamm schafft ein Klettergerüst an und stockt ebenso wie die Grundschule Engelbertstraße den Bestand der schuleigenen Büchereien auf, während die Grundschule Nordstadt Theaterbesuche in Hagen ins Auge fasst und die Kollegen am Möllenkotten ebenfalls neben anderem etwas für ihre Abschlussklassen tun.

Die Lebenshilfe Schwelm schafft einen Kleinbus für Ferien und Freizeiten an. Die Rheumaliga NRW, Arbeitsgruppe Schwelm, hilft mit „Nordic Walking“-Stöcken, die Mobilität zu verbessern und der DRK-Kindergarten „Kleiner Häwelmann“ stemmt mit dem Geld die Betreuung von unter Dreijährigen in zwei Gruppen.

Für die Höfe der genannten Grundschulen ist zudem die Anschaffung von Sitzbänken und Spielgeräten geplant, und man kann Sportzubehör anschaffen, wie zum Beispiel Hockeyschläger. Das Märkische Gymnasium Schwelm hat zudem vor, seinen Medienraum mit neuen Kleincomputern und Flachbildschirmen aufzustocken.

Für all diese neuen Möglichkeiten dankten die Bedachten der Sparkasse Schwelm und ihrem Chef Lothar Feldmann, der die notwendigen und präventiven Aufgaben der Jugendarbeit hervorhob. „Als Sprecher der Wilhelm Erfurt-Stiftung begrüße ich besonders das Engagement hinsichtlich der Besuche in KZ-Gedenkstätten“, betonte der Vorstandsvorsitzende.