10 Jahre Harkort-Turm

Wetter/Haspe. (Red./ME) Zur 130. Wiederkehr der Eröffnung des Harkort-Turmes findet am Sonntag, 19. Oktober 2014, um 11 Uhr auf dem Harkortberg in Wetter eine historische Feier statt. Mit dieser Feier, die auf eine Initiative des Heimatvereins Wetter unter der Gesamtregie von Dr. Klaus Becker abläuft, soll an den wohl größten Sohn der Stadt erinnert werden. Wenngleich Harkort nicht in Wetter, sondern in Haspe geboren wurde (Haus Harkorten).

Friedrich Wilhelm Harkort, der auch „Vater des Ruhrgebietes“ genannt wird, war einer der wichtigsten „Motoren“ der Industrialisierung in Westfalen. Er lebte von 1793 bis 1880. Harkort nahm 1813 an den Befreiungskriegen gegen Napoleon teil. Dabei wurde er zweimal verwundet und mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Das unternehmerische Wirken von Harkort war insbesondere von technischen und sozialen Pionierleistungen geprägt. Auf sein Betreiben hin wurden südlich der Ruhr mehrere Kohlenbahnen erbaut, so etwa die Schlebusch-Harkorter Bahn zwischen Silschede und Haspe. Auch als liberaler Politiker war er von einer nicht zu unterschätzenden Bedeutung.

Nach seinem Tode wurde zu seinen Ehren und mit maßgeblicher finanzieller Unterstützung des Ehrenbürgers und Mäzens der Stadt Wetter Gustav Vorsteher und seiner Ehefrau Anna der Harkort-Turm als Denkmal errichtet und am 19. Oktober 1884 eingeweiht. Dieses Ereignis wird am 19. Oktober von Schauspielern nachgespielt.

Es treten dabei unter anderem auf: der Männergesangverein Volmarstein, Westfälische Landwehrkrieger mit Trompeten und Böllerschüssen und Schauspieler als damals am Einweihungsfest beteiligte Persönlichkeiten in historischen Kostümen. Die Festrede hält Bürgermeister Frank Hasenberg. Der Eintritt ist frei.