100 Jahre Paul Gerhardt

Hagen. Die erste große Ausstellung in diesem Jahr widmet die Sparkasse Hagen dem Hagener Künstler Paul Gerhardt, der am 24. August dieses Jahres 100 Jahre alt geworden wäre. Initiator der Ausstellung ist der Hagener Heimatbund in Zusammenarbeit mit der Galeristin Andrea Zappe, die die Ausstellung aus dem Nachlassbestand des Kunstarchivs in sorgfältiger Kleinarbeit und nach aufwändiger Aufarbeitung der Einzelarbeiten zusammengestellt hat.

Der Fokus liegt auf einem Auszug seiner Arbeiten aus den Jahren 1938 bis 1975. Im Zeitklang von Sehnsucht nach Bodenhaftung in Familie, Haus und Landschaft malt Paul Gerhardt nach dem Krieg seine Bilder. Einen Großteil seines Ruhmes verdankt der Künstler den vielen Arbeiten in und an öffentlichen Gebäuden: Kirchen, Schulen, Kindergärten, Heimen und Privathäusern zwischen Bielefeld und Hagen. Es sind hauptsächlich Mosaike und Glasfenster im traditionellen Kunsthandwerk. Schließlich war die Wandgestaltung ein wichtiger Schwerpunkt seines Düsseldorfer Studiums.

Ermöglicht wurde diese Ausstellung durch das Engagement des Hagener Heimatbundes, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kunstwerke aus Nachlässen von Hagener Künstlern und Kunstsammlern aufzunehmen, zu restaurieren und einer sinnvollen Verwertung zuzuführen. Finanzielle Unterstützung erfuhr der Verein dabei insbesondere durch eine Zuwendung der Sparkassen-Stiftung.

Die Ausstellungseröffnung findet am Donnerstag, 31. Mai 2012, um 18 Uhr im Forum des Sparkassen-Karrees statt. Die Ausstellung ist zu besichtigen bis zum 7. Juli 2012, während der Geschäftsöffnungszeiten. Der Eintritt ist frei.