"3. Schilddrüsen-Woche" in Hagen

Hagen. So klein, so unscheinbar. Und doch so wichtig. Dabei zumeist völlig missachtet: die Schilddrüse.

Missachtet wird sie indes nicht von Dr. Peggy Fostitsch. Die Ärztin widmet ihr berufliches Leben zu einem großen Teil diesem Walnuss großen Organ: Täglich untersucht die Nuklearmedizinerin Schilddrüsen. Seit gut einem Jahr ist die Medizinerin im Ärztehaus am Allgemeinen Krankenhaus Hagen (AKH) tätig, begleitend zu ihrer Funktion als Chefärztin der Nuklearmedizinischen Abteilung. Sie weiß aus eigenem Erleben: „Ab 40 hat jeder Zweite Probleme mit der Schilddrüse.“ Ein Grund für Peggy Fostitsch, an der bundesweiten Schilddrüsenwoche vom 22. bis 26. April 2013 teilzunehmen. Dr. Fostitsch lädt alle Volmestädter ein: „Kommen Sie in die Praxis ohne Termin zur Beratung und Untersuchung der Schilddrüse.“

Wichtige Hormone

Die Schilddrüse, dieses so wichtige Organ in Schmetterlingsform, schmiegt sich unterhalb des Kehlkopfes um die Luftröhre. Ohne geht es gar nicht: Die Schilddrüse bildet wichtige Hormone, die den Stoffwechsel und Wärmehaushalt beeinflussen, auf Wachstum und Reifung einwirken, die Herz, Muskeln, Knochen, Psyche, Haare, Haut und Verdauung ansprechen. Funktioniert sie also nicht richtig, kann das zu schwerwiegenden Problemen führen, gerät der Körper aus dem Lot.

Gut zu behandeln

Peggy Fostitsch sieht diese Probleme in der täglichen Praxis. Unruhezustände, Gewichtsabnahme, Frieren, Haarausfall – oft werden derartige Symptome mit vielem anderen, aber nicht mit Problemen der Schilddrüse zusammengebracht. „Werden Schilddrüsen-Erkrankungen frühzeitig erkannt, kann man sie gut behandeln“, erklärt die Ärztin. Zunächst erfolgt zumeist eine Medikation mit Tabletten, je nach Art der Erkrankung kann eine Operation nötig sein. Die am häufigsten auftretende Schilddrüsen-Erkrankung ist eine Vergrößerung, eine sogenannte Struma, im Volksmund als Kropf bekannt.

Bei einem Befund kann dann auch die sogenannte Szintigraphie eingesetzt werden. Dabei wird eine geringe Dosis radioaktive Substanz („Der Körper hat das nach sieben Stunden wieder abgebaut.“) gespritzt. Im Vergleich zur Computertomographie ermöglicht die Szintigraphie eine Beurteilung des Stoffwechsels der Schilddrüse und damit die Unterscheidung zwischen heißen und kalten Knoten.

Nicht vergessen!

Die 2013 zum dritten Mal stattfindende Schilddrüsen-Woche, an der in ganz Deutschland 3000 Arztpraxen teilnehmen, will das Hormon-produzierende Organ aus der Vergessenheit holen. Peggy Fostitsch und ihr Team im Medizinischen Versorgungszentrum Hagen (MVZ) sind dabei. Vom 22. bis 26. April 2013, jeweils von 10 bis 16 Uhr, Buscheystraße 15 a (im Ärztehaus am AKH), können Interessenten ohne Anmeldung und Überweisung vorbei kommen. Außerdem halten Dr. Fostitsch und Professor Timmermann, Leitender Chirurg am AKH, am Donnerstag, 25. April 2013, um 17 Uhr in der Personalcafeteria des AKH einen Patientenvortrag zum Thema „Knoten, Kropf und Fehlfunktionen: Die Schilddrüse und Ihre Behandlung“.