90 Jahre Hagenring

Hagen. (Red.) Die große Jubiläumsausstellung des Hagenrings wird am Donnerstag, 6. Februar, um 19 Uhr im Osthaus-Museum eröffnet. Die traditionelle Hagener Künstlervereinigung wird in diesem Jahr 90 Jahre alt.

Der Hagenring wurde 1924 gegründet. Zwei Jahre zuvor war die Sammlung Folkwang von den Erben von Karl-Ernst Osthaus (1874-1921) nach Essen veräußert worden. Das haben die in Hagen verbliebenen Künstler zum Anlass genommen, sich in einer Gruppe zusammenzuschließen. Viele herausragende, auch international bekannte Künstler haben in den zurückliegenden Jahrzehnten dem Hagenring angehört.

Zurzeit läuft im Osthaus-Museum die Ausstellung mit Druckgrafiken von Christian Rohlfs. 185 Holz- und Linolschnitte sowie Lithografien sind aus einer Privatsammlung zu sehen. Der Vorsitzende des Hagenrings, Karl-Josef Steden, bezeichnet die zeitliche Planung der Verantwortlichen im Osthaus-Museum als ideal, dass die Jubiläumsausstellung parallel zur Rohlfs-Ausstellung möglich wurde. Christian Rohlfs (1849-1938) war nämlich Ehrenmitglied der Künstlervereinigung. 1924 wurde er auch Ehrenbürger der Stadt Hagen. Rohlfs hatte seinerzeit einen großen Einfluss auf die Gründungsmitglieder des Hagenrings.

Dem Hagenring gehören zurzeit 33 Künstlerinnen und Künstler aus Hagen, der Region und dem benachbarten Ausland als Mitglieder an. In der heutigen Satzung des Künstlerbundes ist als Zielsetzung festgelegt, dass der Hagenring Tendenzen des künstlerischen und gesellschaftlichen Lebens der Gegenwart öffentlich macht und die Kommunikation zwischen schöpferischen Gruppen und Einzelpersonen unterschiedlicher Richtungen fördert.

Zur Ausstellung ist ein Katalog über die Künstlerinnen und Künstler des Hagenrings erschienen. Außerdem wurde eine Festschrift mit interessanten Ausführungen aus der Feder von Horst Kniese und Karl-Heinz Müther aufgelegt. Beide Autoren kennen sich in der Hagener Kunstszene der letzten Jahrzehnte bestens aus. Sie schildern ihre Begegnungen mit den Aktiven der Künstlergruppe. Die Ausstellung dauert bis zum 4. Mai 2014 und ist zu den üblichen Öffnungszeiten des Osthaus-Museums zu besichtigen.