Abschlüsse kommen Stadt teuer zu stehen

Hagen. (san) Die politischen Themen waren es überwiegend, die in dieser Woche die Bürger beschäftigten: eine Entscheidung den aktuellen OB betreffend, eine Diskussion den eventuellen neuen OB betreffend und die weitreichenden Folgen des Streiks im öffentlichen Dienst.

Ausgestreikt

Wegen des Streiks im öffentlichen Dienst blieben etliche Hagener Haushalte auf ihrem Müll sitzen. Doch nur zunächst – denn der Hagener Entsorgungsbetrieb fuhr ab Donnerstag Sondereinsätze, um wieder für eine gewohnte Situation zu sorgen.

Auch haben die Tarifparteien in dieser Woche zueinander gefunden: Rückwirkend zum 1. März wird es für die insgesamt über zwei Millionen Angestellten bei Bund und Kommunen mehr Geld geben. Geringverdiener werden mit monatlich mindestens 90 Euro mehr in der Tasche dabei sein. Für das kommende Jahr ist eine weitere Lohnerhöhung um 2,4 Prozent vereinbart.

Hagens Kämmerer Christoph Gerbersmann ist über diesen für die Angestellten erfreulichen Abschluss weniger angetan, hat eine Nothaushaltskommune wie die Volmestadt doch immens daran zu knappsen. Der vorgesehene Gehalts-Etat für die nächsten beiden Jahre wird damit wohl um rund dreieinhalb Millionen Euro überschritten.

Keine Ermittlungen

Keinen Schaden erkennt die Staatsanwalt im Untreueverdacht gegen Oberbürgermeister Jörg Dehm und hat ihre Ermittlungen nun eingestellt. Anonym hatte die hiesige Staatsanwaltschaft Strafanzeigen erhalten, wonach der Oberbürgermeister die Stadt finanziell geschädigt haben sollte – so unter anderem bei den Mehrkosten für den Neubau des städtischen Tierheims.

Wahlkampf

Der Wahlkampf um das Oberbürgermeisteramt geht richtig los: Eine erste öffentliche Diskussion mit allen fünf Hagener Oberbürgermeisterkandidaten fand nun statt. Der große Saal der SIHK war mit rund 500 interessierten Bürgern gut gefüllt. Auf dem Podium stellten sich Erik Schulz als parteiloser Kandidat mit Unterstützung von CDU, Grünen und FDP, Horst Wisotzki als Kandidat der SPD, Josef Bücker für Hagen Aktiv, Ingo Henschel für die Linke und Michael Eiche für die AfD dem Publikum vor. Jeder der fünf Männer sprach sich im Falle seines Wahlsieges für einen intensiven Dialog und eine rege Bürgereinbindung aus.

Brand am Remberg

Ein Mehrfamilienhaus in der Eickertstraße musste am vergangenen Montag früh morgens geräumt werden. Im ersten Stockwerk war ein Feuer ausgebrochen. Einige Bewohner konnten selbst ins Freie flüchten, sechs weitere mussten samt Haustieren über die Drehleiter der Feuerwehr gerettet werden. Drei Menschen mussten wegen des Verdachts einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Die Schadenshöhe liegt wohl im sechsstelligen Bereich. Ursache des Feuers war laut Polizei ein technischer Defekt an einem Elektrogerät im Schlafzimmer einer Wohnung im ersten Stock. Da das Haus nach dem Brand nicht sicher war, mussten die evakuierten Bewohner Ersatzunterkünfte beziehen.