Altes Harkorten-Jungfernhaus soll demnächst erweitert werden

Zehn Schülerinnen und Schüler des Christian-Rohlfs-Gymnasiums (CRG) sind unlängst mit einer Urkunde für ihre erfolgreiche Teilnahme an einer Ausbildung für Schulsporthelfer ausgezeichnet worden. Das CRG bietet mit Hilfe der Sporthelfer ein breites Angebot für sportliche und spielerische Aktivitäten in den Vormittagspausen und in der Mittagsfreizeit für drinnen und draußen an. Für ihren Einsatz wurden die Sporthelfer vom Verein der Ehemaligen mit T-Shirts und Kapuzenpullis ausgestattet. Sie freuten sich über die Urkunden: Schulsportkoordinatorin des CRG, Anja Schauerte (l.), Schulleiter Michael Pütz (r.) sowie Laura Hanke, Kristina Prinsen, Philipp Reichert, Nico Weber, Sandro Di Cesare, Iman El Morabet, Justin Wolff, Magdalini Gaitanoglou, Sebastian Böhme. Es fehlt Felix Krause. (Foto: CRG)

Haspe. (ME) Die Bezirksvertretung (BV) Haspe tagte am 2. Februar 2012 wieder im Christian-Rohlfs-Gymnasium. Zu Beginn gratulierte Bezirksbürgermeister Dietmar Thieser dem Schulleiter des Gymnasiums, Michael Pütz, für die Verleihung des Siegels „berufswahlorientierte Schule“. Einwohnerfragen wurden nicht gestellt.

Harkorten

Erneut stand das Thema „Haus Harkorten“ auf der BV-Tagesordnung. Martin Bleja vom Fachbereich für Stadtentwicklung berichtete von zwei Bauanträgen, wonach das Backhaus zu einem Einfamilienhaus umgebaut und das Jungfernhaus erweitert werden soll. Diese Bauanträge werden zur Zeit ausgewertet. In der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Haspe soll hierüber entsprechend berichtet werden. Für das geschichtlich bedeutende Geburtshaus aus dem 17. Jahrhundert liegt bisher kein Bauantrag vor. Die laufenden Unterhaltungsmaßnahmen werden so wahrgenommen, dass ein denkmalschutzrechtliches Einschreiten nicht erforderlich sei. Heike Bremser (CDU) hofft, dass ein nächster Sturm das Geburtshaus nicht einstürzen lässt.

Anschließend ging es um die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans und um die Frage, wann die Themenfelder „Verkehr“, „Freizeit und Erholung“ und „Freiraum und Umwelt“ abschließend bearbeitet würden. Martin Bleja erläuterte, dass das ganze Projekt durch den Regionalverband in der Bedeutung heruntergefahren wurde. Neue Wohnbauflächen gebe es nicht, es könne nur getauscht werden. Das Thema „Wohnbauflächen“ soll für den nächsten Stadtentwicklungsausschuss und für die Bezirksvertretungen aufgearbeitet werden. Überdies hätten Gespräche mit der Bezirksregierung unter Beteiligung des Oberbürgermeisters stattgefunden. Der Gewerbeflächenbedarf sei anerkannt worden, es werde aber keine neuen Siedlungsgebiete für zusätzliche Wohnbauflächen geben.

Brandt

Das Nutzungskonzept für das Grundstück Brandt stand ebenfalls zur Diskussion an. An dieser Diskussion beteiligten sich Heike Bremser sowie die Herren Stricker, Bullerjahn, Romberg, Losch und Ludwig. Hierbei ging es insbesondere darum, dass man befürchtet eine neue Brachfläche in Westerbauer zu erhalten, wenn sich der Kaufpark (VB 7) gen Brandt verlagere. Dieses Gebiet müsse mit in einen Bebauungsplan eingebunden werden, um das Ganze als Gesamtpaket entwickeln zu können.

Jochen Losch (Hagen aktiv) wollte wissen, inwieweit der Denkmalschutz berücksichtigt wurde. Martin Bleja antwortete hierauf, dass die denkmalgeschützten Gebäude erhalten bleiben. Auch erklärte er, dass man den Kaufpark-Bereich am alten Standort nur in den vorhabenbezogenen Bebauungsplan einbeziehen kann, wenn der Eigentümer auch der Verfügungsberechtigte dieses Grundstücks ist. Dies sei eine unabänderliche Voraussetzung.

Mittelverteilung

Die Bezirksvertretung Haspe beschloss einstimmig die bezirksbezogenen Mittel des Haushalts 2012 in Höhe von 30.000 Euro wie folgt zu verteilen: Allgemeines/ Repräsentationsmittel 8.000 Euro; Kulturelle Angelegenheiten/ Zuschüsse an Vereine etc. 5000 Euro; Pflege des Ortsbildes 12.000 Euro; Gemeindestraßen/ Schulwegsicherung 2000 Euro; Sportförderung 2500 Euro; Jugendrat 500 Euro.

Ferner stellt die Bezirksvertretung Haspe aus ihren bezirksbezogenen Mitteln für das laufende Haushaltsjahr 600 Euro für die Verteilung von Flyern/ Einladungen für die Bürgerversammlungen der BV Haspe im Jahr 2012 zur Verfügung. Und für die Anschaffung von fünf Bannerfahnen, die für Veranstaltungen in Haspe werben sollen, gibt es 900 Euro.

Ein weiteres wichtiges Thema war die „Zukunftskonferenz“. Aufgrund der vielen gleichen Ansprechpartner und Themen wird es für sinnvoll gehalten, die Themen „Bürgerhaus“ und „Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen“ zusammenzuführen und hieraus eine Folgekonferenz zu entwickeln. Günter Stricker (SPD) führte aus, dass das Thema „Zukünftige städtebauliche und verkehrliche Entwicklung in Haspe“ ein sehr umfangreiches Thema sei, bei dem auch Hilfe von außen benötigt werde. Gerhard Romberg (CDU) ergänzte, dass auch das „Torhaus“ den Stadtteil Haspe entwicklungsmäßig nach vorne bringen könnte. Diese Entwicklung müsse aber erst abgewartet werden.

Grundschötteler Straße

Zur Verkehrssituation entlang der Grundschötteler Straße gab es eine längere Diskussion. Hierbei ging es insbesondere darum, Möglichkeiten zu finden, um die Verkehrssituation entlang der Straße zu verbessern. Einstimmig beschloss die Bezirksvertretung Haspe, die Verwaltung zu beauftragen, bis zur nächsten Sitzung am 8. März die Untersuchungen zur Verkehrssituation entlang der Grundschötteler Straße abzuschließen und der Bezirksvertretung Haspe zu berichten. Dabei soll die Verwaltung prüfen, ob auf der Grundschötteler Straße eine Geschwindigkeitsreduzierung ab Autobahnanschluss Volmarstein auf 70 km/h beibehalten und im Bereich der Einmündung Harkortstraße auf 50 km/h reduziert werden kann. Ferner soll die Verwaltung prüfen, ob das Linksabbiegen von der Grundschötteler Straße in die Harkortstraße (Einbahnstraßenregelung) untersagt werden sollte.

Die Verwaltung wird weiterhin beauftragt zu prüfen, welche Möglichkeiten bestehen, um in der Harkortstraße zwischen Grundschötteler- und Käsbergstraße einen gefahrlosen Fußgängerverkehr bei einer späteren Einbahnstraßenregelung sicherzustellen. Und sie wird beauftragt, die Lage der Signalanlagenanforderungsschleife in der Harkortstraße zu überprüfen, da bei Nutzung des Anforderungskontaktes gleichzeitig eine Grundstücksein- und ausfahrt zugestellt wird.

Außerdem wird die Verwaltung gebeten zu prüfen, ob es möglich ist, eine zweite Linksabbiegespur von der Grundschötteler Straße in die Kölner Straße zu ermöglichen.

Ende des öffentlichen Teiles: 18:35 Uhr.