BG Hagen: Konkurrenz statt Phoenix-Kooperation

Hagen. (as) Fredi Rissmann ist enttäuscht. „Wenn Phoenix sich als Verein neu erfindet mit erster und vielleicht auch zweiter oder dritter Mannschaft, dann brauchen wir über eine Kooperation nicht mehr zu sprechen“, sagt der erste Vorsitzende der BG Hagen. „Dann sind wir doch ganz klare Konkurrenten.“
Fredi Rissmann war dabei, als die Kooperation zwischen Phoenix, der BG, aber auch den EN Baskets aus Schwelm, den Kangaroos aus Iserlohn und viel später auch mit den Schalker Basketballern ins Leben gerufen wurde. Er gehörte quasi zu den Baumeistern dieser Kooperation. „Wir wollten ein Dach für den Basketball in der Region schaffen“, sagt Fredi Rissmann. Dieses Dach hat jedoch aus Sicht des BG-Chefs Löcher bekommen. „Die Kooperation wurde nicht mehr gelebt“, sagt er.
Deshalb will er jetzt, wie er im Gespräch mit dem Wochenkurier sagt, „die Reißleine ziehen“. Aus. Schluss. „Wir verzichten auf so eine Kooperation mit einem Verein.“
Vor wenigen Tagen noch hatte sich Fredi Rissmann in seiner Funktion als Phoenix-Aufsichtsrat, übrigens der letzte verbliebene Phoenix-Gründungs-Aufsichtsrat, mit Phoenix-Geschäftsführer Patrick Seidel zusammengesetzt. Über die Zukunft sollte gespochen werden. „Dabei musste ich feststellen, dass alles schon festgezurrt ist. Es gab keine Möglichkeiten mehr, etwas zu gestalten oder sich einzubringen“, sagt Fredi Rissmann.
Das war dem Hagener Basketball-Urgestein zu viel. „Wir können doch nicht einfach abnicken, dass hier eine neue Konkurrenz entsteht“, sagt er.
Aber so ganz hat Fredi Rissmann die Hoffnung noch nicht aufgegeben: „Vielleicht gibt‘s ja einen Knall und es ändert sich was bei Phoenix“, sagt er. „Es wäre ja nicht das erste Mal, dass man bei Phoenix die Richtung ändert.“ Seiner Meinung nach muss die Vereinsgründung lieber heute als morgen vom Tisch. Außerdem erwartet er von Phoenix-Seite klare Worte zu den Inhalten einer möglichen Kooperation.
Das Prinzip Hoffnung lebt also weiter. Doch die Enttäuschung bleibt. „Phoenix Hagen konnte damals nur antreten, weil die Gesellschaft die Lizenz von der BG bekommen hat“, sagt er. Eigentlich möchte Fredi Rissmann an dieser Stelle nicht seine Mutter zitieren. Aber ihrer Redewendung ist eigentlich kaum etwas hinzuzufügen: „Undank ist der Welten Lohn.“