Bürgerinitiative ist gefragt: Stadt Hagen plant Flächennutzung

Hagen. (cs) Wo möchte ich arbeiten, wo meine Freizeit verbringen? Wo will ich wohnen und wo möchte ich einkaufen?
Das sind Fragen, die vor der Erstellung eines neuen Flächennutzungsplans für die Stadt Hagen geklärt werden wollen. Bereits 2004 beschlossen, beginnt bei der Stadt Hagen nun für diese Neuaufstellung die Vorarbeit, die auch unter dem Begriff „ISEK“ (Integriertes Stadtentwicklungskonzept) daherkommt.
Martin Bleja, Fachleiter Stadtentwicklung, betont: Das oberste Ziel des Konzepts ist das Gesamtwohl der Stadt Hagen“, räumt aber auch ein, „natürlich müssen wir auch auf die Bedürfnisse einzelner Bezirke achten, es gilt diese Interessen zu vereinen.“
Ist-Zustand ermitteln
Als Grundlage für die Ermittlung und Planung eines Soll-Zustands für die Flächennutzung der Stadt Hagen gilt es zunächst den Ist-Zustand zu ermitteln. Das geschieht im Planungsbüro „Plan-lokal“ bis Ende dieses Jahres, danach soll das integrative Stadtentwicklungskonzept im Laufe des Jahres 2018 ausgearbeitet werden.
Bürgerbeteiligung
Oberbürgermeister Erik O. Schulz betont: „Wir möchten nicht im stillen Kämmerlein planen, das Ganze ist ein Prozess, der gemeinsam mit den Bürgern, der Politik, Verbänden und Akteuren ablaufen soll.“ Ab Januar können Hagenerinnen und Hagener dann sogar unter plan-portal.de/hagen selbst Ideen aufschreiben und sich mit anderen Bürgerinnen und Bürgern darüber austauschen.
Online ist die Seite bereits, bis Ende des Jahres gilt sie jedoch als reine Info-Plattform.
Vom „Hagen Forum“ zur „Hagen Konferenz“
Zusätzlich soll es zu Jahresbeginn eine öffentliche Auftaktveranstaltung geben, die eine Plattform für einen intensiven Austausch über die Ziele und Inhalte der Stadtentwicklung darstellen soll.
Anschließend finden dann fünf sogenannte „Stadtbezirkswerkstätten“ statt, in denen bezirksspezifische Belange diskutiert und in den gesamtstädtischen Kontext integeriert werden. Des Weiteren wird in Fachforen die Beteiligung der Fachöffentlichkeit – das sind Vertreter von Verbänden, Verenigungen, Vereinen und Gesellschaften – koordiniert. Am Ende dieses Prozesses steht mit der „Hagen Konferenz“ dann der Abschluss der Stadtentwicklungsplanung an.
Die Veranstaltung markiert außerdem den offiziellen Übergang zwischen dem ISEK und dem Aufstellungsverfahren des Flächennutzungsplans.
Abgrenzung zur Zukunftsschmiede
Während das integrative Stadtentwicklungskonzept und die Aufstellung des neues Flächennutzungplans langfristige strategische Leitlinien und Ziele der städtischen Entwicklung verfolgen, sind andere Formate wie beispielsweise die „Zukunftsschmiede“ dazu da, kuzfristige Projekte und Impulse in Hagen zu realisieren.
„Die Zukunftsschmiede soll die Stärken unserer Stadt fühlbar machen“, so Erik O. Schulz, „das ISEK und der neue Flächennutzungsplan hingegen beinhalten die Planung der Städtischen Entwicklung für die kommenden Jahre und Jahrzehnte.“