Das war die Woche in Hagen

Hagen. (th) Einschneidende Veränderungen zeichneten sich in der vergangenen Woche für einige Einrichtungen in Hagen ab. Während die Hagener Galeria-Kaufhof-Filiale mit neuer Geschäftsführerin, die Jugendverkehrsschule mit neuem Aussehen und das Emil-Schumacher-Museum mit neuem Geld zuversichtlich in die Zukunft schauen können, muss das Theater aufgrund drohender Einsparungen um sein Orchester fürchten.

Stabwechsel im Kaufhof

Die Galeria Kaufhof hat eine neue Geschäftsführerin. Susanne Hellriegel (49) übernimmt die Leitung von Annette Kraska (55), die zuvor fast drei Jahre die Geschicke des Hauses in Hagen lenkte. Diese Zeit war geprägt von vielen Veränderungen und Herausforderungen, beispielsweise die Integration der vorher in der Volme-Galerie beheimateten Sport- und Kinderwelt in das Stammhaus.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlässt Kraska nun Hagen, um die Geschäftsführung des Kaufhofs in Wesel zu übernehmen. Hellriegel, die zuvor unter anderem in Filialen in Berlin, Braunschweig und zuletzt als Geschäftsführerin in Bielefeld tätig war, lobte zum Antritt die Arbeit ihrer Vorgängerin: „Ich komme hier in Hagen in ein sehr gut bestelltes Haus mit einem hochmotivierten Team. Daher freue ich mich sehr, bei der Weiterentwicklung der Filiale die nächsten Akzente setzen zu dürfen.“

Neu und schick: Verkehrsschule

Keine neue Leitung, dafür aber ein neues Aussehen erhielt die Jugendverkehrsschule am Ischeland. Dank der Finanzierung durch die Bezirksvertretung Mitte erstrahlt sie seit Juni in einem zeitgemäßen und modernen Licht. Bezirksbürgermeister Arno Lohmann und Sabine Schürmann vom Immobilienbetrieb der Stadt Hagen präsentierten in der verganenen Woche die sanierte Anlage.

Die Jugendverkehrsschule am Ischeland ist den meisten Bürger Hagens aus der Grundschulzeit bekannt, denn hier findet Verkehrserziehung unter dem Motto „Learning by doing“ statt. Um auch den Grundschulkindern von heute ein modernes und ansprechendes Lernumfeld bieten zu können, hatte die Bezirksvertretung Mitte die Gebäudewirtschaft Hagen (GWH) mit der Sanierung und Instandsetzung der Verkehrsanlage beauftragt.

Die Neugestaltung der Fassadenflächen durch das Sprayer-Team „Hüttengold“ rundet das Gesamtbild ab: Motive rund um den Verkehr und ein Namenszug zieren die neue Anlage. „Dies war das i-Tüpfelchen der Sanierungsarbeiten, welches ohne finanzielle Hilfe durch die Bezirksvertretung Mitte nicht durchführbar gewesen wäre“, resümiert Rita Rachor-Ebbinghaus, Pressesprecherin der GWH.

Kein Orchester mehr im Theater?

Nicht ganz so strahlend sieht die finanzielle Zukunft der Hagener Kulturszene aus. In einer seiner Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat des Theater Hagen mit den drohenden Einsparungen im Kulturbereich beschäftigt. Zum Hintergrund: Laut Ratsbeschluss zum Haushaltssanierungsplan soll im gesamten Kulturbereich eine Summe von ca. 2,25 Millionen Euro ab 2018 zusätzlich eingespart werden. Der Aufsichtsrat musste sich nun mit einer auf das Theater entfallenden Einsparungssumme in Höhe von ca. 1,5 Millionen Euro beschäftigen.

Nach eingehenden Diskussionen über mögliche Szenarien einer Umsetzung auch unter Beachtung weiterer bestehender Ratsentscheidungen wurde folgender Beschluss gefasst: Der Aufsichtsrat stellt fest, dass für eine Einsparung in Höhe von 1,5 Millionen Euro das Musiktheater und das Orchester entfallen müssten. Zur Erhaltung der Sparten und der Funktionsfähigkeit des Theaters kann die Möglichkeit mitgetragen werden, durch zusätzliche Einnahmen und Einsparungen im Sachkostenbereich 245.000 Euro zu generieren. Weitere Einsparungen durch einen spartenübergreifenden Personalabbau von sechs Stellen unter Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen können im Umfang von 152.000 Euro erreicht werden.

Beteiligung am Museumsneubau

Besser sieht es hingegen bei der Bewältigung der Kosten für den Museumsneubau aus. Die Stadt Hagen und die Emil-Schumacher-Stiftung veröffentlichten dazu in dieser Woche eine gemeinsame Pressemitteilung.

Wegen der Beteiligung der Emil-Schumacher-Stiftung an den Kosten des Museumsneubaus ist die bereits im Jahre 2012 zwischen der Stadt und der Stiftung ausgehandelte Vereinbarung unter Beteiligung der Bezirksregierung Arnsberg am 14. August 2015 unterzeichnet worden. Die Stiftung hat den Betrag von 753.032,34 Euro zwischenzeitlich auf ein eigens dafür angelegtes Sonderkonto bei der Stadt Hagen eingezahlt.

Es ist jetzt zunächst die endgültige Abrechnung der Gesamtkosten abzuwarten einschließlich der Mängelbeseitigungskosten, soweit diese nicht von den Bauunternehmern und sonstigen Baubeteiligten getragen werden. Soweit diese Abrechnung ergibt, dass die veranschlagten Kosten unterschritten werden, steht das auf dem Sonderkonto hinterlegte Geld in Höhe des Unterschreitungsbetrages der Stiftung für Zwecke des Museums zu Verfügung.

Die Stadt Hagen und die Stiftung begrüßen, dass diese seit Langem in Aussicht genommene Regelung nunmehr zustande gekommen ist.