Den Traum vom sonnigen Winter

Hagen. Der deutsche Winter zeigt sich selten von seiner Bilderbuchseite. Matsch und nasskaltes Wetter gehören zum Alltag. Wer will da nicht dem nebeligen Grau entfliehen und sehnt sich nach Sonne, Strand und Meer? Gerade für Ruheständler ist es reizvoll, ein paar Monate am Stück außerhalb von Deutschland zu verleben. Wer sich entschließt, im Ausland zu überwintern, sollte bei der Planung rechtzeitig seinen Versicherungsschutz überprüfen und anpassen.

Absicherung gegen Missgeschicke

Eine unverzichtbare Versicherung – nicht nur bei Reisen ins Ausland – ist die Privat-Haftpflichtversicherung. Sie gilt weltweit, somit auch bei einem längeren, vorübergehenden Auslandsaufenthalt, und tritt ein, wenn man anderen versehentlich einen Schaden zufügt. Gerade in einer ungewohnten Umgebung kann das schnell passieren und der Verursacher muss dann die finanziellen Folgen tragen. Auch im Ausland können Schäden aufwendige Prozesse nach sich ziehen.

Gefahrenpotential berücksichtigen

Unfälle im Urlaub zählen zu den so genannten Freizeitunfällen und sind grundsätzlich vom Schutz der in Deutschland geltenden gesetzlichen Unfallversicherung ausgeschlossen. Für Ruheständler steht über die gesetzliche Unfallversicherung kein Versicherungsschutz mehr zur Verfügung.

Eine private Unfallversicherung dagegen gilt weltweit, rund um die Uhr und sowohl bei privaten als auch bei beruflichen Aktivitäten. Bei einem längeren Auslandsaufenthalt empfiehlt sich daher auch die Mitversicherung von Serviceleistungen, wie ggf. eine betreute Rückreise an den Heimatort oder Vermittlung von Ärzten.

Hausratversicherer informieren

Während der Abwesenheit durch einen Urlaub ist das Inventar des Hauses/der Wohnung in Deutschland über die abgeschlossene Hausratversicherung versichert. Ist die Immobilie aber länger – in der Regel mehr als drei Monate – unbewohnt, muss der Versicherer darüber rechtzeitig informiert werden. Vor Reiseantritt sollte sichergestellt werden, dass die ungenutzten Räume ausreichend beheizt werden. Sonst kann ein Frostschaden drohen. Elektrische Geräte sollten ausgeschaltet oder vom Netz genommen werden. Gut zu wissen ist auch, dass das mitgeführte Hab und Gut durch die Hausratversicherung unterwegs geschützt ist, z. B. im Falle eines Einbruchs im Hotelzimmer/Apartment oder bei einem Raub. Diese sogenannte Außenversicherung gilt, solange der Zeitraum von in der Regel drei Monaten Abwesenheit in Deutschland nicht überschritten wird.